Rätsel um Pferdeschweif-Diebstahl in Eben

Pferdetrainerin Verena demonstriert den abgeschnittenen Schweif des Wallachs.
© ZOOM.TIROL

Eben a. A. – Ein ungewöhnlicher Diebstahl beschäftigt seit Montag die Jenbacher Polizei. Ungewöhnlich ist vor allem die Beute – der unbekannte Täter stahl einen Pferdeschweif. Gequält sei der zehnjährige Pinto-Araberhengst aber nicht worden, erklärt Tierarzt Fabio Ferrari aus Wattens, der das Pferd untersucht hat: „Verletzungen sind keine feststellbar.“

Schauplatz des Diebstahls war eine Koppel in Eben: Am Montag irgendwann zwischen acht und 16 Uhr hat sich ein unbekannter Dieb an den Wallach Gebbi Sandiago herangeschlichen. Dann hat er etwa das letzte Drittel des Schweifs, insgesamt rund 30 Zentimeter, mit einer Schere abgeschnitten. „Das waren nur Haare, das Tier empfand dabei keine Schmerzen“, sagt Ferrari, der unter dem Mikroskop Spuren eines Klebers fand. „Vermutlich wurden die Haare mit einem Klebeband zusammengebunden.“ Der Tierarzt vermutet, dass der Rossschwanz bald eine Puppe zieren wird.

Die Jenbacher Polizei hofft auf Zeugenhinweise: „Gemeldet hat sich noch niemand“, erzählt eine Beamtin. Sie weist darauf hin, dass sich der Dieb vor allem selbst gefährdete. „Wenn das Pferd zutritt, kann das tödlich enden.“ (tom)


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