Überstunden für Regierungsklausur, 1-2-3-Ticket in Finalisierungsphase

Die schwarz-grüne Landesregierung sowie ihre Klubobleute waren in Klausur – nächste Woche geht’s in die Verlängerung.
© Land Tirol/Berger

Es kam, wie viele bereits im Vorfeld befürchtet hatten. Die zweitägige Regierungsklausur von Schwarz-Grün ließ neben der Erstellung eines Corona-Impfplans und den aktuellen Jochberg-Wirren sowohl am ersten als auch am gestrigen zweiten Sitzungstag kaum Raum, andere Regierungspläne für das erste Halbjahr durchzuackern. Zwar konnten einzelne Landesräte zumindest ihre Arbeitsvorhaben anreißen – Zeit, um in die Tiefe zu gehen, blieb jedoch kaum. Und so heißt es nun für LH Günther Platter (VP), LHStv. Ingrid Felipe (Grüne) und Co. nachsitzen. Dies soll in Form einer um zwei bis drei Stunden verlängerten Regierungssitzung am kommenden Dienstag geschehen. Dort sollen dann auch jene noch ausstehenden Regierungsbeschlüsse nachgetragen werden, die eigentlich bereits gestern hätten gefasst werden sollen. Für Platter ist das allerdings normal, „man kenne die Berichte in groben Zügen bereits“.

Zumindest ein Versprechen abseits von Corona gab die Landesregierung im Anschluss der Klausur dennoch ab: und zwar, den Kampf gegen die Klimakrise fortzuführen. Felipe betonte, dass auch heuer „konsequent“ gegen den Transitverkehr vorgegangen werde. Darüber hinaus soll noch im ersten Quartal die Tiroler Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen werden. Dies, so Felipe, werde Tirol nicht nur klimafitter machen, sondern zudem Arbeitsplätze sichern und die regionale Wirtschaft unterstützen.

In der Finalisierungsphase befindet sich das 1-2-3-Ticket zwischen dem Land und dem Bund. Für drei Euro pro Tag, also 1095 Euro pro Jahr, soll man künftig mit nur einem Ticket österreichweit alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen können. Über die Finanzierung hüllt sich Verkehrsreferentin Ingrid Felipe noch in Schweigen, der Bund muss jedoch mit allen Ländern einzelne Verträge abschließen, im Jänner könnte die Unterschrift Tirols erfolgen.

Für die schwarz-grüne Koalition hat der Bau des 1,4 Kilometer langen Fernpasstunnels derzeit keine Priorität. Für die FPÖ hingegen schon. „Zur Bewältigung der Krise helfen nachhaltige Investitionen in Infrastruktur, genau jetzt ist der richtige Moment für den Bau des Fernpasstunnels“, erklärt Verkehrssprecherin LA Evelyn Achhorner. (mami, pn)


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