Schläge mit Faust kosten 21-Jährigen 9284 Euro

Seit der Strafrechtsnovelle wurden Sanktionen für Gewaltdelikte teils empfindlich angehoben. Eine Brutalität wird da nunmehr nicht nur für das Opfer, sondern auch für den Täter schmerzhaft. Dies bekam gestern am Landesgericht ein 21-Jähriger zu spüren. Er hatte sich im Juli in einem Lokal provoziert gefühlt und dem Kontrahenten erst eine „normale“ Ohrfeige gegeben. Daraufhin mischten sich zwei Gäste ein. Folge: Beide wurden durch Faustschläge des Arbeiters verletzt – einmal so schwer, dass Nasenbein und Oberkiefer gebrochen waren. Vor Richterin Helga Moser zeigte sich der 21-Jährige reuig und zu Schmerzensgeld bereit. Sechs Monate bis fünf Jahre Haft drohten trotzdem. Aufgrund von Unbescholtenheit blieb Haft erspart – zur Hälfte bedingte 12.000 Euro Geldstrafe, 3084 Euro Schmerzensgeld und 200 Euro Gerichtsgebühren wurden es trotzdem rechtskräftig.

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Der Mittäterschaft an einer Erpressung über 14.000 Euro war im Mai ein Tschtschene durch einen Serben bezichtigt worden. Die Angaben bei der Polizei durch das Opfer waren damals so konkret, dass der Tschetschene in Untersuchungshaft gewandert war. Bis zum gestrigen Prozess waren die Aussagen des Serben aber insgesamt zu widersprüchlich, um einen Schuldspruch mit der nötigen Sicherheit fällen zu können. (fell)


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