Kitzbühel will Lösung beim Sportpass

Durch den Lockdown kann nicht das ganze, sonst sehr umfangreiche Angebot genutzt werden. Jetzt sucht man nach einer Lösung für Familien

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Das Kitzbüheler Rathaus.
© Angerer Harald

Von Harald Angerer

Kitzbühel – Er ist ein Erfolgsmodell. Kitzbühel bietet seit vielen Jahren seinen Familien einen eigenen Sportpass an. Zu einem besonders attraktiven Preis können die Familien das Freizeitangebot in der Region nutzen. Mit an Bord sind auch die Nachbargemeinden Reith, Kirchberg, Aurach, Jochberg, Mittersill.

Die Kosten liegen bei 480 Euro pro Elternteil, in Kitzbühel gibt es dazu noch für jeden Elternteil 50 Euro Gutschrift, Kinder unter 18 Jahren sind frei, von 18 bis 24 Jahren zahlen sie 100 Euro Aufpreis. Eine Kitzbüheler Familie mit zwei Kindern unter 18 zahlt also 860 Euro.

Durch Corona sind jedoch seit März 2020 nicht alle Freizeitangebote nutzbar und schon seit Längerem fordert FPÖ-Gemeinderat LA Alexander Gamper, dass man hier den Familien entgegenkommen müsse. „Auch wenn der Familien Sportpass ein sehr gutes Angebot ist, trotzdem kostet er für Familien viel Geld. Sie können aber nur einen Teil nutzen, eine Gutschrift wäre hier nur fair“, sagt Gamper.

Nachdem nun auch die Bergbahn Kitzbühel das Skiangebot einschränken musste, wurde auch auf verschiedensten Plattformen die Forderung laut, dass es hier ein Entgegenkommen geben müsse.

Nun möchte die Stadt Kitzbühel auf die Forderungen reagieren. „Wir haben uns dem nie verschlossen, jedoch wollten wir uns erst die Entwicklung ansehen“, sagt Kitzbühels Bürgermeister Klaus Winkler. Nach dem Hahnenkammrennen werde es deshalb ein Gespräch mit der Bergbahn Kitzbühel geben, wie man hier weiter vorgehen kann.

Wie eine mögliche Lösung aussehen wird, konnte Winkler noch nicht sagen. „Ich kann den Familien in der Region aber versichern, dass es eine großzügige und unkomplizierte Lösung geben wird“, erklärt Winkler. Der Familien Sportpass sei ein wichtiges Angebot für die Familien und werde sehr gut angenommen. „Er ist ein Erfolgsmodell“, betont Winkler. Über 500 solcher Sportpässe werden alljährlich verkauft.

Gamper kündigte seinerseits an, bei der nächsten Gemeinderatssitzung das Thema wieder zur Sprache zu bringen. „Ich lasse nicht locker“, versichert er.


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