„Wir alle wollen wieder normal leben“: Corona-Impfungen im Lienzer Spital

In den Tiroler Krankenhäusern hat man mit den Covid-19-Impfungen für das Personal begonnen.

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Martin Schmidt, ärztlicher Leiter am Bezirkskrankenhaus Lienz, empfiehlt nicht nur dem medizinischen Personal, sich impfen zu lassen.
© Blassnig Christoph

Lienz – Im Bezirkskrankenhaus Lienz hat man wie in anderen Krankenanstalten Tirols mit freiwilligen Covid-19-Impfungen für das Personal begonnen. „Wir waren mit 70 Corona-Patienten auf der Normalstation und weiteren acht auf der Intensivstation einmal bereits an unserer Leistungsgrenze“, berichtet Martin Schmidt, der ärztliche Leiter und Primar an der psychiatrischen Abteilung.

Von rund 870 Mitarbeitern im BKH waren insgesamt 160 selbst erkrankt, seit die ersten Fälle aufgetreten sind. „In vielerlei Hinsicht und aus tiefster Überzeugung ist es unsere persönliche Bitte, aber auch eindringliche fachliche Empfehlung, das Angebot der kostenlosen Impfung anzunehmen“, appelliert der medizinische Leiter an die Mitarbeiter im Krankenhaus. In einem Informationsschreiben listet die Krankenhausverwaltung dazu mögliche Nebenwirkungen, Risiken sowie ethische und gesellschaftliche Aspekte im Kampf gegen die Pandemie auf.

Vertreter aller Tiroler Krankenanstalten sowie der niedergelassenen Ärzte und Behörden tauschen sich in wöchentlich stattfindenden Online-Konferenzen im „Sonderstab Gesundheit“ über die aktuelle Situation im Bundesland aus. „Die Zusammenarbeit aller Systempartner funktioniert wie nie zuvor. Unser gemeinsames Ziel ist es, bald eine möglichst hohe Durchimpfungsrate der Bevölkerung zu erreichen“, erklärt Schmidt. „Denn wir alle wollen wieder normal leben können.“

Als Facharzt für Psychiatrie ortet der Verantwortliche ein erhöhtes Stressniveau in der Bevölkerung. „Die pandemische Krise verursacht psychosoziale Krisen, mit denen wir als Gesellschaft lange beschäftigt sein werden.“ (bcp)

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