Touristiker im Oberland startklar für die Zeit nach dem Lockdown

Urlaub im „Corona-Zeitalter“: Tiroler Oberland macht Gästen Lust auf Angebote in großen, sicheren Naturräumen. TVB konnte alle Jobs halten.

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Reizvolle Motive in der Winterlandschaft entdecken Fotofreunde derzeit in Nauders.
© Manuel Baldauf

Von Helmut Wenzel

Kaunertal, Ried, Nauders – Elf Gemeinden, ein Verband: Vom Kaunertal bis Nauders erstreckt sich der TVB Tiroler Oberland mit mehr als 1,5 Mio. Nächtigungen – zuletzt im Jahr 2018/19. Im tirolweiten Ranking der Verbände ist die Großregion unter den Top 15 zu finden. Von November 2019 bis Oktober 2020 fehlen Corona-bedingt mehr als 300.000 Nächtigungen.

Jammern war am Mittwochabend trotzdem nicht zu hören bei der gut besuchten Vollversammlung im Saal der MS Prutz-Ried – weder auf hohem noch auf niedrigem Niveau. Im Gegenteil: Die Funktionäre um Obmann Armin Falkner und Geschäftsführerin Michaela Gasser-Mark richteten ihren Blick in die Zukunft, auf die Zeit nach dem Lockdown. „Ob wir im März oder noch später wieder Gäste begrüßen dürfen, wissen wir derzeit nicht“, sagte Falkner. „Dennoch bin ich zuversichtlich, dass wir das Jahr 2021 nicht so schlecht abschließen wie befürchtet.“

Der Verband sei für die Zeit nach dem Lockdown „jedenfalls gerüstet“, hob der Obmann hervor. Die Ferienregion befinde sich in einer guten Position, „weil wir unseren Gästen viel Naturraum bieten können. Darauf haben wir unser nachhaltiges Angebot aufgebaut. Es gibt viel Platz für diverse Aktivitäten.“

Dass das TVB-Team nicht stillgestanden sei, zeigte Geschäftsführerin Gasser-Mark auf. Der Bogen der Events reiche vom Mittelalterfest in der historischen Wehranlage Altfinstermünz über das Wiesenfest in Untertösens bis hin zu Radveranstaltungen rund um Nauders bzw. die Reschenregion. Dazu habe man auch ein praxistaugliches Corona-Vorsorgepaket geschnürt, inklusive Contact-Tracing.

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Das Segment Radtourismus gewinne weiterhin an Bedeutung. „Im Bike-Sommer 2020 gab es 26.000 Erstzutritte bei den Bergbahnen“, schilderte die Geschäftsführerin. „Und die Gäste halten zu uns. Voriges Jahr mussten wir einen Rad-Event absagen, das Nenngeld wurde im Voraus überwiesen. Rund 80 Prozent der Teilnehmer haben uns dann mitgeteilt, dass sie auf das Geld verzichten.“

Es mache ihn stolz, dass mit allen rund 40 Mitarbeitern einvernehmliche Lösungen bei den Arbeitszeiten im Lockdown gefunden werden konnten. „So war es möglich, dass alle Arbeitsplätze geblieben sind“, sagte Falkner.


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