Meister Liverpool fordert Tabellenführer Manchester United

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Die beiden vielleicht größten Rivalen im englischen Clubfußball treffen am Sonntag (17.30 Uhr/live Sky) unter ungewohnten Voraussetzungen aufeinander. Vor dem Duell an der Anfield Road ist plötzlich Manchester United und nicht Liverpool der Gejagte. Während der Titelverteidiger zuletzt ins Straucheln geriet und seit drei Meisterschaftspartien sieglos ist, legte United in den vergangenen Wochen einen Erfolgslauf hin und steht zur Verblüffung vieler Experten auf Platz eins.

Trainer Ole Gunnar Solskjaer galt noch Anfang Dezember nach dem Out in der Champions League als Ablösekandidat, doch mittlerweile hat sich das Blatt gewendet. Die „Red Devils“ holten aus den jüngsten zehn Liga-Matches sieben Siege und drei Remis und führen damit erstmals seit 2012/13, der letzten Saison unter Sir Alex Ferguson, nach dem Jahreswechsel die Tabelle an.

Plötzlich lebt beim Rekordchampion der Traum von der insgesamt 21. Meisterschaft, gleichzeitig der ersten seit 2013. Damit würde man das bei 19 Titeln haltende Liverpool auf Distanz halten. Den zweitplatzierten „Reds“ fehlen drei Punkte auf ManUnited, sie würden dank der besseren Tordifferenz im Falle eines Sieges am Sonntag wieder die Spitze übernehmen.

Die Statistik verheißt Gutes für die Mannschaft von Jürgen Klopp. Liverpool hat von den vergangenen zehn Kräftemessen mit dem großen Rivalen nur eines verloren, der bisher letzte United-Sieg an der Anfield Road liegt schon fünf Jahre zurück.

Liverpools großer Gegenspieler der jüngeren Vergangenheit war nicht United, sondern dessen Stadtrivale City. Der Vizemeister legte zwar einen verkorksten Start hin, pirschte sich aber mittlerweile an die Spitze heran und liegt als Dritter nach Verlustpunkten gerechnet nur noch einen Zähler hinter United. Vor dem Heimspiel am Sonntag gegen Crystal Palace hat das Team von Pep Guardiola die jüngsten sieben Pflichtspiele allesamt gewonnen und ist seit 14 Bewerbsmatches ungeschlagen.

Der mit City punktegleiche Vierte Leicester City empfängt mit Christian Fuchs bereits am Samstag das von Ralph Hasenhüttl gecoachte Southampton, womit es zum Duell der einzigen derzeit in der Premier League engagierten Österreicher kommt. Hasenhüttl muss dabei aller Voraussicht nach auf seinen Topstürmer Danny Ings verzichten, der in der Vorwoche einen positiven Corona-Test ablieferte. Die für Sonntag geplant gewesene Partie Aston Villa - Everton wurde wegen zahlreicher Corona-Fälle im Lager des Gastgebers abgesagt.


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