Gewalt an Ex-Freundin: Unterländer zu zehn Monaten Haft verurteilt

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Das Landesgericht in Innsbruck (Archivfoto).
© TT/Thomas Böhm

⚖️ Dass auch Lebensverhältnisse, in denen es generell etwas rauer zugeht, Gewalt niemals rechtfertigen, stellte gestern Richter Norbert Hofer am Landesgericht klar. Wegen mehrfacher Körperverletzung, Nötigung und gefährlicher Drohung musste sich ein achtfach vorbestrafter Unterländer verantworten. Der Mann kommt mit Partnerschaften schlecht zurecht. Wie bereits mit seiner Ex-Frau waren bis diesen Herbst auch bei der nunmehrigen Ex-Freundin Alkohol und Gewalt ein Dauerthema. Als Zeugin gestand allerdings auch das Gewaltopfer, dass sie dazu geneigt habe, den Freund immer wieder zu provozieren, und sie ihn trotz bereits erfolgten Wohnungsbetretungsverbots doch immer wieder per Nachrichtendienst zu sich geholt habe. Tagesrationen von zumindest acht Bier (Mann) bzw. zwei Liter Wein (Frau) waren zuvor geflossen. Dem Unterländer musste Richter Hofer trotzdem erklären, warum es bei ihm aufgrund der Vorstrafen und Tatbegehung während anhängigen Verfahrens nicht mehr weniger als rechtskräftige zehn Monate Haft sein können: „Eine Bedingte ist da ausgeschlossen. Bekommen Sie den Alkohol nicht in den Griff, wird es immer mehr!“


⚖️ In Panik geriet eine unter Betreuung stehende 15-Jährige, als plötzlich Polizisten den Raum betraten, in dem sich die junge Frau gerade aufhielt. Beim Fluchtversuch biss, kratzte und schlug sie – auch mit dem Deckel eines Mülleimers attackierte sie die Beamten. Zwei von ihnen bekamen dafür je 100 Euro Teilschmerzensgeld. Das Mädchen erntete zu einstigen 1440 Euro Geldstrafe wegen Hehlerei nicht rechtskräftig eine zur Hälfte bedingte Zusatzstrafe von 600 Euro. (fell)

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