In der Obersteiermark Fall mit britischer Variante bestätigt

Einer der Verdachtsfälle auf die britische Mutation des Coronavirus im steirischen Ausseerland ist am Freitag offiziell bestätigt worden. Das Land Steiermark erklärte auf APA-Nachfrage, dass die Probe aussequenziert sei und der Verdacht damit labormäßig durch die AGES nachgewiesen wurde. Bei acht weiteren Proben handle es sich um noch abzuklärende Verdachtsfälle. Am Wochenende werden PCR-Teststationen für die Bevölkerung in Bad Aussee und Bad Mitterndorf-Tauplitz angeboten.

In Oberösterreich sprach der Krisenstab des Landes am Freitag nach wie vor von zwei „begründeten Verdachtsfällen“. Ob es sich dabei wirklich um die britische Virusmutation handelt, solle erst in bis zu zwei Wochen feststehen. Es sei bestätigt, dass das bei den Kindern aus dem Innviertel nachgewiesene Virus eine Mutation sei, aber noch nicht, dass es auch die britische sei, konkretisierte Tilman Königswieser, Arzt und Mitglied des Krisenstabs, auf APA-Nachfrage. Nachsatz: Das sei aber „fast eine Bestätigung“. Laut Medienberichten handelt es sich um zwei Kinder aus dem Bezirk Braunau, die sich während einer Weihnachtsfeier im Ausseerland bei einem Familienmitglied angesteckt haben sollen.

Die angekündigten PCR-Teststationen (Mund-Rachen-Abstrich, Anm.) im Ausseerland werden vom Roten Kreuz betrieben und befinden sich in Bad Aussee mit vier Testspuren (Kur & Congresshaus am Kurhausplatz 144), Bad Mitterndorf mit zwei Testspuren (Grimminghalle, Bad Mitterndorf 350) sowie Tauplitz mit ebenfalls zwei Testspuren (Dorfsaal, Tauplitz 260). Geöffnet ist am Samstag, 16. Jänner von 10.00 bis 18.00 Uhr sowie am Sonntag, 17. Jänner von 8.00 bis 16.00 Uhr. Die Anmeldung zur freiwilligen Testung wurde am Freitag ab 17.00 Uhr ermöglicht und erfolgt über die Anmeldeplattform des Bundes sowie die Telefonhotline 0800-220330.

Dieses Testangebot stehe aufgrund der besonderen Situation ausschließlich der Bevölkerung in den betroffenen Gemeinden zur Verfügung. Es wurde dringend angeraten sich für einen Termin anzumelden, nicht angemeldete Personen müssen mit entsprechenden Wartezeiten rechnen.

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Nach der Testabnahme werden die Proben an das Labor übermittelt und die Bürgerinnen und Bürger über das Testergebnis per SMS informiert. Bei einem positiven Testergebnis werden die Betroffenen zusätzlich von der Behörde kontaktiert und die Kontaktpersonennachverfolgung beginnt. Da es sich bei diesem Screening nicht um Antigen-Tests, sondern PCR-Tests handelt, ist mit Wartezeiten von 48 Stunden zu rechnen. Im Falle einer positiven PCR-Testung wird die Probe zur näheren Analyse an die AGES weitergeleitet, um zu prüfen, ob die britische Mutationsvariante vorliegt.


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