Verbesserung der Abläufe bei der Winterdienstflotte gefordert

Innsbrucks Vizebürgermeister Anzengruber sieht Verbesserungsbedarf beim städtischen Zentralbauhof, FP-Stadtrat Lassenberger ortet ein Totalchaos.

Innsbrucks Vizebürgermeister Johannes Anzengruber verfolgt den Einsatz des Hub-Manitous der FF Innsbruck-Mühlau bei der Räumung der Feuerwachenausfahrten.
© Rene Wex

Innsbruck – Zwei Tage nach den heftigen Schneefällen, die auch das Leben in der Landeshauptstadt beeinträchtigt hatten, und einen Tag bevor sich die nächsten Flocken auf Innsbruck senken werden, war für Vizebürgermeister Johannes Anzengruber am Samstag klar, dass ein paar Schrauben am Stellrad gedreht werden müssen. Wie berichtet, hat BM Georg Willi (Grüne) nach Kritik von Bürgern, denen die Räumarbeiten zu langsam gegangen waren und die städtische Mitarbeiter sogar angefeindet hatten, erklärt, dass alles unternommen worden sei, aber der Schneeräumdienst mit 25 Fahrzeugen, 70 Mitarbeitern und 20 Privatdienstleistern im großflächigen Stadtgebiet eben nicht überall gleichzeitig sein könne.

„Aber das Flottenmanagement beim städtischen Zentralbauhof muss rasch optimiert werden. Standardwartungen und Kleinstreparaturen müssen besser organisiert werden, damit die Nutzfahrzeuge schneller wieder in den Winterdienst gestellt werden können“, erkennt Vize-BM Anzengruber gewisse Problemzonen. Besonders bei Großschneelagen würde jedes Gerät im städtischen Fuhrpark gebraucht. „Weiters darf es bei der Alarmierung der Fremdfirmen, mit denen die Stadt Rahmenverträge zur Schneeräumung abgeschlossen hat, zu keinen unnötigen Verzögerungen kommen“, fordert Anzengruber eine Optimierung beim Flottenmanagement des städtischen Straßendienstes ein.

FPÖ-Stadtrat Markus Lassenberger verweist darauf, dass zu wenig Personal, defekte oder gar fehlende eigene Arbeitsmaschinen und Räumfahrzeuge der Grund seien, warum kein funktionierender Straßendienst in Innsbruck gewährleistet sei. Der finanzielle Sparkurs mache sich nun genau dort drastisch bemerkbar. Für ihn ein „Totalchaos“, wenn Schneefälle vom Donnerstag auch am Samstag noch zu Problemen führen. (hm)

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