Ortskernerneuerung in Angerberg: Kleiner Ort mit großen Plänen

Die Ortskernerneuerung geht in Angerberg weiter. Der Architektenwettbewerb für das neue Amtshaus ist abgeschlossen.

Bürgermeister Walter Osl mit dem Modell vom Angerberger Ortskern. Gemeindeamt und alte Schule sollen neu- bzw. umgebaut werden.
© Otter

Von Wolfgang Otter

Angerberg – In kleinen Schritten und mit jahrelangen Pausen zwischen den Projekten bekommt die kleine Gemeinde Angerberg einen neuen Dorfkern. Die Volksschule und der Kindergarten sind bereits neu, wobei Letzterer mittlerweile an die Kapazitätsgrenze stößt, eine Veranstaltungshalle und ein moderner Bauhof reihten sich ebenfalls in die Liste ein. Jetzt soll auch das Gemeindeamt übersiedeln und für die ehemalige Volksschule eine Lösung gefunden werden. Aber, so Bürgermeister Walter Osl, es ging auch um einen neuen Dorfplatz und eine Lösung für die Verkehrsführung in diesem Bereich.

Daher hat die Gemeinde zu einem Architektenwettbewerb eingeladen und aus zehn Vorschlägen wurde von einer Jury das Siegerprojekt gekürt. „Wir konnten es aber aufgrund des Lockdowns noch nicht einer breiten Öffentlichkeit vorstellen“, bedauert Bürgermeister Osl. Den Zuschlag erhielt die Innsbrucker Architekten-Arbeitsgemeinschaft Sabine Penz und Kurt Rumplmayr.

Neben dem Gemeindehaus, das nach dem Projekt von seinem derzeitigen Standort näher an die Straße rücken soll, wird auch ein Haus der Generationen in der alten Volksschule geplant. Darin sollen eine Arztordination, eine Physiotherapiepraxis und der Sozial- und Gesundheitssprengel Platz finden. Zudem wird das ausgebaute Gebäude Wohnraum für Alt und Jung bieten. Für die Jungen als Starterwohnungen und für die ältere Generation im Rahmen des „betreubaren Wohnens“. Auch die Schulhauskapelle bekommt hier Platz. Der Vorschlag der Arbeitsgemeinschaft habe durch sein Raumprogramm, das nun noch weiter verfeinert wird, „und das Ausnutzen der Kubatur überzeugt. Und Kubatur heißt Geld“, erklärt Osl.

Eine genauere Kostenberechnung kann Osl noch nicht vorlegen, es werde auch noch weitere Gespräche „mit unseren Partnern wie dem Land Tirol geben“. Für das Haus der Generationen sucht die Kommune einen gemeinnützigen Wohnbauträger. Was den Kindergarten betrifft, will die Gemeinde die Erweiterung heuer noch beginnen.


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