Südkorea ruft! Tiroler Hinterseer vor Wechsel vom HSV zum Ulsan FC

Der Kitzbüheler Lukas Hinterseer ist auf dem Sprung von der Hansestadt nach Südkorea und könnte im Februar bei der Club-WM in Katar schon mitmischen.

  • Artikel
  • Diskussion
Lukas Hinterseer steht beim Hamburger SV vor dem Abschied.
© via www.imago-images.de

Von Wolfgang Müller

Innsbruck, Hamburg – Wenn der deutsche Traditionsklub Hamburger SV heute sein Heimspiel in der zweiten deutschen Bundesliga gegen den VfL Osnabrück bestreitet, wird Lukas Hinterseer wie so oft in dieser Saison zu keinen Einsatzminuten kommen. Diesmal hat das Fehlen einen konkreten Transfergrund. Der 29-jährige Kitzbüheler ist auf dem Sprung von Hamburg ins 8500 Kilometer entfernte Ulsan.

Im Grunde ist sich der ehemalige Wacker-Kapitän mit dem südkoreanischen Spitzenklub einig, der sportmedizinische Check und diverse Vertragspunkte stehen noch aus. Hinterseer ist schon zu lange im Profigeschäft, um sich zu einem Wechsel erst zu äußern, wenn die Tinte unter dem Vertrag trocken ist. Aber die Verhandlungen mit allen Beteiligten befinden sich in der Endphase. Das pfeifen die Spatzen jedenfalls von den Dächern der Hansestadt.

Warum Südkorea? Weil es finanziell deutlich lukrativer ist als das Engagement beim HSV. Außer­dem ist der Ulsan Hyundai FC regierender Asien-Champion und als solcher bei der Club-WM vom 1. bis 11. Februar in Katar dabei. Hinterseer wäre einer von vier Legionären, die Meisterschaft in Südkorea wird von März bis November gespielt.

Familie kommt nach, Hunde müssen in Tirol bleiben

Ulsan liegt am Japanischen Meer, etwa 70 Kilometer nordöstlic­h von Busan. Das Stadion der Millionenstadt fasst 44.000 Zuschauer. Der vom Industriekonzern Hyundai geführte Klub spielt in der „K League Classic“, der höchsten Spielklasse Südkoreas.

Vom FC Wacker Innsbruck über Ingolstadt, Bochum, Hamburg nach Südkorea – für Lukas Hinterseer wäre das, wenn die letzten Details in den kommenden Tagen geklärt werden, eine runde Geschichte. Die mit Ende des angebotenen Zweijahresvertrages noch lange nicht beendet sein muss. Ein Karriere­ende in der Heimat hat Hinterseer immer noch auf seinem Karriere-Zettel.

Logistisch ist das Südkorea-Abenteuer für die Jungfamilie Hinterseer eine große Aufgabe. Zunächst wird Papa Lukas allein im Flieger sitzen, um in Ulsan alles auf Schiene zu bringen. Dann folgen Gattin Vicky und der knapp drei Monate alte Stammhalter nach. Die beiden Hunde dürfen nicht mit nach Asien, die werden von den Eltern versorgt. In Hamburg werden die Hinterseer-Zelte baldigst abgebrochen.


Kommentieren


Schlagworte