Erhöhte Polizeipräsenz gegen mögliche Partytiger in Kitzbühel

Grünes Licht für die ungewöhnlichsten Hahnenkammrennen der Geschichte: Drei Speedrennen stehen auf dem Programm, Zuseher sind keine erlaubt.

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Auf die Skifans muss Kitzbühel heuer verzichten. Es werden ganz besondere 81. Hahnenkammrennen.
© GEPA pictures/ Patrick Steiner

Kitzbühel – In derart unsicheren Zeiten wie diesen scheint eines gewiss: Sollten die 81. Hahnenkammrennen in Kitzbühel mit zwei Abfahrten und einem Super-G einigermaßen programmgemäß verlaufen, dann würde dem Organisationsteam um OK-Chef Michael Huber und Rennleiter Mario Weinhandl eine Tonnenlast von den Schultern fallen.

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Die Vorzeichen sind nicht die schlechtesten. Gestern Nachmittag war es LH Günther Platter vorbehalten, dem Traditionsevent grünes Licht zu signalisieren. „Aufgrund aller Vorsichtsmaßnahmen der Behörden, des Bevölkerungstests und seiner Ergebnisse, des hervorragenden Sicherheitskonzepts des Veranstalters und des Umstands, dass keine Zuschauer zugelassen sind, ist es mit gutem Gewissen vertretbar, dass die Hahnenkammrennen stattfinden“, wird Platter in einer Aussendung zitiert. Zuvor hatte eine im neun Kilometer entfernten Jochberg festgestellte britische Coronavirus-Mutation alle Beteiligten in Atem gehalten.

Aufgrund aller Vorsichtsmaßnahmen der Behörden, des Bevölkerungstests und seiner Ergebnisse, des hervorragenden Sicherheitskonzepts des Veranstalters und des Umstands, dass keine Zuschauer zugelassen sind, ist es mit gutem Gewissen vertretbar, dass die Hahnenkammrennen stattfinden
Landeshauptmann Günther Platter

Erst hatte es nach der Corona-bedingten Absage der Wengen-Klassiker danach ausgesehen, dass Kitzbühel erstmals an zwei Rennwochenenden mit zwei Slaloms und drei Speedbewerben punkten könne, ehe das gestern zu Ende gegangene Torlauf-Doppel nach Flachau vergeben wurde. Auch oder insbesondere, um Zeit zu gewinnen, wie ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel gestern versicherte: „Nur so konnten wir beweisen, dass es für Kitzbühel keine Gefahrenlage gibt.“

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Schröcksnadel ist jedenfalls überzeugt, dass die Rennen „sehr sicher“ sein werden, zumal der Weltcup-Tross mehr oder minder von „Blase“ zu „Blase“ durch die Lande tingelt.

Hahnenkammrennen werden mehr denn je zum TV-Event

Auch Platter erklärte, dass man wegen der „festgestellten 17 Virus-Mutationen bei den angeblichen Skilehrern aus England, die uns erschüttert haben“, den „sehr vorsichtigen Weg der Sicherheit“ gegangen sei. Und: „Es sind alle Vorsichtsmaßnahmen unternommen worden, weil die Gesundheit und Sicherheit im Vordergrund stehen.“

Damit das so bleibt, wird während der Renntage erhöhte Polizeipräsenz dafür sorgen, dass es nicht doch abseits der Piste in der dieser Tage verwaisten Innenstadt zu improvisierten Partys kommt. Denn in Österreich gelten Ausgangsbeschränkungen, die keinen Grund zum Verlassen des persönlichen Wohnraums zum Zwecke des Zuschauens einer Veranstaltung vorsehen. Mehr als je zuvor werden die HK-Rennen zum TV-Ereignis. (m.i., TT.com, APA)

  • Eintrittskarten und VIP-Gäste: Es werden keine Karten für die Fans verkauft und es wird auch keinen VIP-Bereich geben. Die markante Ehrentribüne im Zielraum, auf der fast jährlich Gäste wie Arnold Schwarzenegger oder der Bundespräsident Platz nehmen, sowie das VIP-Zelt für Sponsorengäste wurden nicht errichtet. Es wird auch weniger Videowände geben.
  • Zutritt zu Veranstaltungsgelände: Auf dem gesamten Gelände dürfen sich nur die offizielle Akkreditierten aufhalten. Es sind dies in Gruppen unterteilt Team, Media, Organisation und Grundeigentümer.
  • Skitourismus: Ein Teil des Skigebiets von KitzSki ist derzeit für Gäste geöffnet, welche das während der Hahnenkammrennen sein werden, ist situationsabhängig. Die Skipisten entlang den Rennstrecken (Starthügel, Familienstreif, Kampen, Zielgelände) sind an den Trainings- und Renntagen während des offiziellen Programms abgesperrt. Die Hahnenkammbahn ist nur eingeschränkt benutzbar (Beförderung von Athleten und Offiziellen bevorzugt), die Ganslernbahn fährt ausschließlich für Offizielle.
  • Gastronomie und Verkehr: Da laut der derzeit geltenden Verordnung Beherbergungs- und Gastbetriebe grundsätzlich geschlossen sind, gibt es keine geöffneten Kaffeehäuser oder Restaurants und nur vereinzelt To-Go-Gassenverkauf im Ort. In Betrieb ist nur der reguläre Zugsverkehr, Sonderzüge werden ebenso nicht eingesetzt wie Sonderparkplätze errichtet.
  • Rennverfolgung: Ausschließlich im Patschenkino möglich! Die Rennen können im TV und im TT.com-Ticker live verfolgt werden. In Österreich gelten Ausgangsbeschränkungen, die keinen Grund zum Verlassen des persönlichen Wohnraums zum Zwecke des Zuschauens einer Veranstaltung vorsehen.

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