Bayern baut Führung aus, Frankfurt siegt dank Jovic

Bayern München hat sich nach dem Pokal-Aus in Kiel die Hinrunden-Meisterschaft der deutschen Fußball-Bundesliga gesichert. Der Meister gewann am Sonntag gegen den SC Freiburg mit 2:1 (1:0) und baute nach den Punktverlusten der Verfolger Leipzig, Leverkusen und Dortmund seine Tabellenführung aus. Vor dem letzten Hinrunden-Spieltag haben die Bayern vier Punkte Vorsprung auf RB Leipzig. Eintracht Frankfurt besiegte dank Heimkehrer Luka Jovic Schalke 04 mit 3:1 (1:1).

Weltfußballer Robert Lewandowski mit seinem 21. Saisontor (7.) und Thomas Müller (74.) erzielten die Treffer für die Münchner. Nils Petersen hatte kurz nach seiner Einwechslung für den Ausgleich gesorgt (62.). In der Nachspielzeit hatte der Rekordmeister Glück bei einem Lattentreffer von Petersen. David Alaba (Bayern) und Philipp Lienhart( Freiburg) spielten durch.

Trainer Hansi Flick konnte sich über die Reaktion seines auf sechs Positionen veränderten Ensembles gegenüber der Cupblamage freuen. Bei viel Einsatz, mehr Lautstärke auf dem Platz und mehr Tempo blieben aber wieder defensive Anfälligkeiten.

Lewandowski schraubte seine Rekordausbeute in der Hinrunde einer Saison weiter hoch, Müller seine Vorlagenbilanz. Sein Pass auf Lewandowski beim 1:0 nach einer schnellen Direktkombination mit Serge Gnabry war die 125. Torvorlage in der Bundesliga, das sind die meisten Vorlagen aller Spieler seit Beginn dieser Datenerfassung 2004.

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Die Freiburger benötigten etwas Zeit, um sich vom Blitz-Rückstand und der frühen Verletzung von Baptiste Santamaria zu erholen. Doch das Team von Trainer Christian Streich fand besser ins Spiel und lieferte sich mit dem Selbstvertrauen von zuletzt fünf Siegen in Serie ein interessantes Spiel mit den Bayern.

Kurz vor dem Petersen-Ausgleich (62.) nach einem Eckball hatten Lewandowski und Müller die Entscheidung auf dem Fuß. Lewandowski traf die Latte, Müller scheiterte beim zweiten Versuch an Keeper Müller (59.). In der 74. Minute schlug Müller nach Vorarbeit von Sane aber doch noch entscheidend zu.

Rückkehrer Jovic hat bei der vom Vorarlberger Adi Hütter trainierten Frankfurter Eintracht einen märchenhaften Einstand gefeiert. Der 23-jährige Serbe traf beim 3:1 (1:1) gegen Schalke gleich zweimal - erst in der 72. Minute, nur zehn Minuten nach seiner Einwechslung, dann in der Nachspielzeit. Jovic war erst am Donnerstag von Real Madrid ausgeliehen worden, wohin ihn die Eintracht 2019 für rund 60 Millionen Euro verkauft hatte.

Zuvor brachte Andre Silva (28.) die Hausherren in Führung, die Matthew Hoppe (29.) umgehend ausglich. Die Frankfurter steuern mit dem vierten Sieg hintereinander auf Europacup-Kurs. ÖFB-Teamverteidiger Martin Hinteregger traf in der 24. Minute mit einem Kopfball nur die Stange und wurde in der 52. Minute ausgetauscht.

Die Hoffnungen der Königsblauen (ohne den verletzten Alessandro Schöpf) auf einen dauerhaften Aufschwung sind dagegen wieder verblasst. Nach dem ersten Sieg gegen die TSG Hoffenheim (4:0) und dem Ende der Negativserie von 30 Bundesligapartien ohne vollen Erfolg gingen die Schalker wieder als Verlierer und Tabellenletzter vom Platz.


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