Barockkirche in Landeck im virtuellen Rundgang

Umfangreiche Sanierung von Landecks Burschlkirche dauert noch zwei Jahre. Kostenvolumen liegt bei 337.000 Euro. Pfarre ist auf Spenden angewiesen.

Blick in die Landecker Burschlkirche: Die 2020 begonnenen Restaurierungsarbeiten dauern heuer und im kommenden Jahr an. Das barocke Gotteshaus entstand Mitte des 17. Jahrhunderts.
© Initative Burschlkirche

Landeck – An der Pestkirche am Burschl, einem Hügel im Stadtgebiet von Landeck, haben Experten erheblichen Sanierungsbedarf festgestellt. Größtes Problem war der massive Holzwurmbefall, der im geschnitzten Altar des Bildhauers Michael Lechleitner aus Grins (1614–1669) und in weiteren sakralen Kunstwerken festgestellt wurde.

„Dieser Teil der Sanierung konnte 2020 abgeschlossen werden“, schilderte Stadtpfarrer Dekan Martin Komarek am Montag. „Zudem sind die betroffenen Holzteile imprägniert worden.“

Die Fortsetzung der Sanierungsarbeiten ist laut Komarek heuer und im nächsten Jahr geplant. Wobei das Gotteshaus für Besucher geschlossen bleiben muss.

Ein virtueller Rundgang ist trotzdem ab sofort möglich: Das Landecker Start-up-Unternehmen „VirtRegio“ hat das Projekt mit Rundum-Aufnahmen des Bauwerks inklusive Interview mit Pfarrer Komarek kürzlich ins Netz gestellt. Der Einstieg ist auf dem Portal www.virtregio.at sowie über die Homepage www.pfarren-landeck.at zu finden. „Bei der Digitalisierung der Burschlkirche war uns das Team des Restaurierungsausschusses behilflich“, hob Geschäftsführer Johannes Tilg hervor. Gerne habe man die Produktion des virtuellen Rundgangs als Dienstleistungsspende zur Verfügung gestellt.

„Arbeit gibt es noch genug“, weiß der Stadtpfarrer: „In der Sakristei etwa muss der feuchte Boden trockengelegt werden. Auch einen Teil des Schindeldachs müssen wir neu eindecken.“ Die Res­taurierungskosten liegen in Summe bei 337.000 Euro. Die Pfarre Landeck/Bruggen hat dazu ein Spendenkonto eingerichtet – IBAN AT80 4239 0030 0004 9023. (hwe)


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