Naturpark Kaisergebirge „nicht nur touristisch ausschlachten“

Das Kaisergebirge soll zum Naturpark werden. Dafür müssen Gemeinden, Touristiker und Grundeigentümer alle an einem Strang ziehen.
© Hrdina

Kufstein – Große Freude über das Fortschreiten des Projekts Naturpark Kaisergebirge herrscht bei den Grünen. Tourismussprecher LA Georg Kaltschmid verweist auf die touristische Ausrichtung in der Region, die „schon vielerorts eine nachhaltige ist“. Daher habe der Walchseer Hotelier mit Touristikern erste Gespräche geführt, die eine breite Zustimmung zu Tage förderten.

Es gehe bei der Prädikatiesierung nicht darum, mehr Gäste in die Regionen zu locken, betont Kaltschmid, „sondern die Qualität des Angebots und der Schutz der Natur stehen im Vordergrund“, erwartet Kaltschmid positive Lenkungseffekte.

Laufen die anstehenden Gespräche gut, wird es, wie berichtet, zu einem entsprechenden Antrag im Tiroler Landtag kommen, gefolgt von einem breiten Beteiligungsprozess aller Interessenvertreter. Kaltschmid sieht dabei aber „keine echten Brocken, die im Weg liegen“.

Etwas differenzierter sehen das die Schutzgebietsbetreuer des Kaisergebirges. Prinzipiell sei „alles, was dem Naturschutz förderlich ist, begrüßenswert“, erklärt Franz Goller. Für den landesbediensteten Biologen mit Spezialisierung auf Ökologie und Biodiversität steht fest: Der Naturschutz muss die Basis allen Handelns sein, man dürfe das Thema nicht „nur touristisch ausschlachten“. Wobei er klarstellt: „Naturschutz bedeutet nicht, dass es nur Verbote gibt.“ Bisher sei die Kommunikation unter den regionalen Interessenvertretern bei diesem Thema ausbaufähig. Der Schutzgebietsbetreuer selbst habe vom Fortschritt des Projekts Naturpark aus der TT erfahren – blickt einem künftigen produktiven Miteinander aber durchaus positiv entgegen. (jazz, TT)

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