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Zwiegespaltene Perspektiven fürs Zillertal nach dem Lockdown

Nach dem Lockdown touristisch so weitermachen wie bisher? Der Planungsverbandsobmann ist dafür, der Alpenverein dagegen.

Hochsaisonzeit, perfektes Winterwetter und trotzdem leere Pisten. Ein ungewohntes Bild im Zillertal.
© Dähling

Von Angela Dähling

Ried, Mayrhofen – Den Zillertalern sagt man seit Jahrzehnten nach, touristisch auf der Überholspur unterwegs zu sein. Und nun die Vollbremsung aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen. Rund 50.000 Gästebetten stehen leer, in den riesigen Skigebieten droht das Liftpersonal zu vereinsamen und auf der sonst so staugeplagten Zillertalstraße ist plötzlich so viel Platz, dass Ausbaumaßnahmen gar nicht mehr nötig erscheinen.

Doch wie geht es weiter, wenn die Lockdowns endlich passé sind? Gleich wie zuvor? Oder die Bremse lieber etwas angezogen lassen? „Ohne Tourismus geht das Tal kaputt. Wir waren auf einem guten Weg und den wollen wir weitergehen“, meint dazu der Zillertaler Planungsverbandsobmann Hansjörg Jäger. „Wir sind mit dem Qualitätstourismus, also dem 4-Stern-Superior- und 5-Stern-Bereich, sehr viel weitergekommen. Teilweise wurde die Zimmeranzahl dafür bei Umbauten reduziert, teilweise wurde durch Zubauten etwa im Wellnessbereich das Angebot verbessert. Die Richtung stimmt“, hält Jäger, der auch Bürgermeister von Ried ist, am bisherigen Kurs weiter fest.


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