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Demo ohne Masken oder Abstand: Polizei überprüft ihre Taktik

Wiens Polizei will lernen: Am Samstag waren 10.000 Demonstranten marschiert, ohne Maske oder Abstand. Der Innenminister ist verärgert.

10.000 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen auf der Straße, die meisten ohne Maske: Die Polizei will aus dem Wiener Demo-Samstag lernen und stellt ihre bisherige Taktik in Frage.
© APA

Wien – Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) ließ gestern nur ausrichten, dass er nicht zufrieden sei, wie die Wiener Polizei am Samstag auf eine Großdemonstration gegen die Corona-Maßnahmen reagiert hat. Dafür meldete sich am Nachmittag der Wiener Polizeipräsident Gerhard Pürstl in der APA zu Wort und kündigte an, Lehren aus den Ereignissen ziehen zu wollen: „Wir müssen bei der Ahndung von Verwaltungsübertretungen besser werden.“

An der Demonstration nahmen rund 10.000 Menschen teil. Der überwiegende Großteil trug keine Maske. Die Polizei begnügte sich aber damit, bei 242 Personen die Identität festzustellen und 156 Anzeigen zu schreiben. „Aus Gründen des Verhältnismäßigkeitsprinzips und polizeitaktischer Notwendigkeiten wurde die Großdemonstration nicht aufgelöst, sondern mit Anzeigen vorgegangen“, schrieb die Pressestelle der Landespolizeidirektion.


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