Nach Schwarzl-Abwahl: Spannung vor Vize-Wahl in Innsbruck steigt

Elisabeth Mayr (SPÖ, im Bild) und Markus Lassenberger (FPÖ, siehe Foto unten) sind aktuell die einzigen Kandidaten für das Vizebürgermeisteramt.
© Thomas Boehm / TT

Innsbruck – Neue Lage, zwei Tage – am Donnerstag wählt der Innsbrucker Gemeinderat einen neuen Vizebürgermeister bzw. eine neue Vizebürgermeisterin. Wird tatsächlich Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck) erneut kandidieren? Zumindest das Gerücht eines Comebacks hält sich hartnäckig. Offiziell gab es bis gestern Abend jedenfalls nur zwei Kandidaten: Elisabeth Mayr (SPÖ) und Markus Lassenberger (FPÖ).

Für die Liste Fritz ist die Wahl „kein Schönheitswettbewerb“, wie Gemeinderat Tom Mayer sagt. „Als Entscheidungsgrundlage im Gemeinderat braucht es mehr als ein koalitionäres Schaulaufen. Nur ein Hearing vor dem Gemeinderat schafft Fakten und erleichtert den Abgeordneten die Entscheidungsfindung.“ Jede Kandidatin und jeder Kandidat solle laut Mayer vor den Gemeinderat treten und den Abgeordneten Rede und Antwort stehen.

Markus Lassenberger (FPÖ)
© Thomas Boehm / TT

Klar festgelegt haben sich hingegen bereits die NEOS und die Alternative Liste Innsbruck (ALI). „Da für uns ein blauer Vizebürgermeister keine Option ist, werden wir Elli Mayr wählen“, stellt NEOS-GR Julia Seidl klar. Die NEOS könnten auch „sehr gut damit leben“, dass das Bildungsressort – das ja in Händen von Elisabeth Mayr liegt – im Vizebürgermeisteramt hoffentlich eine Aufwertung erfahre. Seidl und ihre Fraktionskollegin Dagmar Klingler-Newesely fordern zudem, dass Mayr ein zusätzliches Ressort übernimmt: „Wer mehr Verantwortung will, muss diese auch wahrnehmen.“ Generell erwarte man sich, dass die Koalition in Innsbruck nun endlich wieder das gemeinsame Ziel in den Vordergrund stelle, für die Bevölkerung zu arbeiten.

Das fordert auch GR Mesut Onay (ALI), der ebenfalls Mayr wählen wird. „Ein rechter Vize ohne Amtsführung, dafür mit 12.000 Euro Gehalt ist für uns keine Option“, so Onay in Richtung Lassenberger. Seine Liste sei „weder am parteipolitischen Hickhack der Stadtregierung noch an gesellschaftlicher Spaltung interessiert“. (dd, TT)


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