„Hexenwerk“ wurde im Lechtal handverlesen

Pure Handarbeit: die Hexen bei derMischung des Lechweg-Tees.
© Lämmle

Stanzach – Sie nennen sich „Lechtaler Kräuterhexen“ und sind im Tal längst ein Begriff: Frauen, die sich mit Wildkräutern auskennen, das Wissen rund um die Kraft der Kräuter bewahren und gerne auch weitergeben. 73 Mitglieder – 72 Hexen und einen Hexerich – zählt der rührige Verein aktuell. „Die Idee dazu kam bei einem Ausbildungskurs zum Kräuterpädagogen, der vom Ländlichen Fortbildungsinstitut angeboten wurde. „Da haben so 30 bis 35 Personen aus dem Tal mitgemacht. Wir wollten dieses große Interesse nutzen und nicht wieder einschlafen lassen“, erinnert sich Verena Lämmle. Also hat sie gemeinsam mit Simone Knitel und Michaela Kerber 2011 die Lechtaler Kräuterhexen gegründet. „Unser Ziel war und ist es, altes Kräuterwissen zu bewahren und Modernes einzubringen. Darüber hinaus wollten wir Frauen aus dem Tal, die ihre Naturprodukte verkaufen möchten, eine Plattform bieten“, erklärt Obfrau Lämmle. Auf zahlreichen Märkten waren die Kräuterhexen vertreten. Kräutersalze, Tees und andere Produkte, auch aus der Naturwerkstatt, wurden feilgeboten.

Inzwischen haben sich die Hexen damit auch einen kleinen Wirtschaftszweig aufgebaut. Lämmle: „Der Lechweg-Tee ist, im Gegensatz zu anderen Erzeugnissen, ein Gemeinschaftsprodukt. Elisabeth Kerber, Silvia Lutz, Sara Prock, Manuela Schedler, Belinda Falger, Irmgard Lorenz und ich haben die Kräuter von Forchach bis ins Bockbachtal gepflückt, handverlesen und getrocknet. 450 Päckchen zu je 30 Gramm wurden abgepackt.“

Lämmle war es dabei ganz besonders wichtig, dass erfahrene und junge Kräuterhexen zusammenarbeiten.

Der Tee ist eine Mischung aus Mädesüß, Ringelblume, Minze, Spitzwegerich, Schafgarbe, Rotklee, Holunderblüten und -beeren, Fichtenwipfel und Brennnessel. Erhältlich ist er direkt bei den Hexen selbst. 100 der 450 Päckchen sind bereits weg. Gespräche mit Vermarktern wie dem Außerferner Bauernladen oder dem Lechtaler Kaffeeklatsch laufen. „Sollte jemand Interesse haben, den Tee in sein Sortiment aufzunehmen, so kann er sich jederzeit bei mir melden“, sagt Lämmle, die unter 0676/6246871 oder per Mail an verena-laemmle@gmx.net erreichbar ist. (fasi)

jobs.tt.com: Suchen und gefunden werden

Laden Sie Ihren Lebenslauf auf jobs.tt.com hoch und werden Sie von Top-Arbeitgebern aus Tirol gefunden.


Kommentieren


Schlagworte