Wieder neue Widmung für umstrittenes Gewerbegebiet in Schwaz

An der alten Landstraße im Osten von Schwaz fiel im Vorjahr bereits der Startschuss fürs Gewerbeareal.
© Fankhauser

Schwaz – Die neue städtische Entwicklung im Schwazer Osten, Ortsteil Ried, sorgt seit dem Vorjahr für viel Diskussionsstoff. Etwa elf Hektar sind bereits für ein Gewerbegebiet umgewidmet. Weitere 14 Hektar in Hanglage sollen für Wohnraum verbaut werden. Doch da spießte es sich im Gemeinderat. Aber auch die Bauer­n lehnten sich gegen den großen Grundverbrauch am „äußersten Rand der Stadt“ auf. Die Opposition knüpfte für eine Zustimmung einige Bedingungen an das geplant­e Projekt, die TT berichtet­e. Seither liegt die städtische Erweiterung auf Eis – zumindest was das Wohnen angeht, denn am Gewerbegebie­t wird schon gebaut.

Und nun der nächste Zug: Es soll neuerlich ein­e Widmungsänderung am Gewerbe­areal geben. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde ein „Stimmungsbild“ eingehol­t, ob die Mandatare dort neben der gewerblichen Nutzung auch Wohnraum zustimmen würden. Doch der werde beschränkt auf so genannte Betriebsinhaberwohnungen. Zwei Eigentümer hätten Interesse daran, für den Eigen­gebrauch jeweils ein­e Wohnung am Firmen­areal zu errichten. Laut VBM Martin Wex hätten sich die Gemeinderäte wohlwollen­d gegenüber dieser Idee gezeigt. „Ähnliche Modelle gibt es in Schwaz bereits“, sagt Wex. Beschluss gibt es bis dato aber keinen und somit auch keine Umwidmung. Doch das dürft­e nur noch eine Frage der Zeit sein.

Die größere Sorge bereitet vielen Schwazern jedoch die Frage, wann die Planung für die Erweiterung im Bereich Wohnen weitergeht und wie das Projekt samt Verkehrs­planung aussehen wird. (emf)


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