Plus

Wirbel um Hotel Europa: Bereits 2019 beim Denkmalamt angefragt

Schon bei ersten Verkaufsgesprächen war Denkmalschutz des Neo-Barocksaals im „Europa“ in Innsbruck Thema.

Im Neo-Barocksaal wurden Fakten geschaffen. Dass es keinen Denkmalschutz gibt, war auch eine Bedingung im Kaufvertrag.
© Gerechtes Innsbruck

Von Peter Nindler

Innsbruck – Die Wogen nach der Zerstörung des neobarocken Saals im ehemaligen Innsbrucker Hotel Europa gehen nach wie vor hoch. Das Hotel wurde, wie berichtet, im November 2020 von der Carl Ludwig Immobilien GmbH um 23,15 Millionen Euro erworben. Anwalt auf Verkäufer-Seite ist Dietmar Czernich. Im Kaufvertrag wird dezidiert darauf hingewiesen, „dass hinsichtlich des gesamten Kaufgegenstands kein Denkmalschutz oder sonstiger behördlicher Objektschutz zur verpflichtenden Erhaltung des Gebäudes besteht“. Das Bundesdenkmalamt hat über eine Unterschutzstellung nachgedacht, nachdem der Verkauf konkreter und eine Umnutzung des Gebäudes wahrscheinlicher wurde. So sagt es Walter Hauser, zuständig für das Bundesdenkmalamt in Tirol.


Kommentieren


Schlagworte