WSG-Vorfreude auf Frühjahrsauftakt: Das Vertrauen wuchs auf beiden Seiten

Sowohl die WSG Tirol als auch der LASK überzeugten zuletzt, bei der Wiener Austria scheint die Lage indes dramatisch.

Im „Hinspiel“ im Tivoli hatte sich die WSG Tirol mit Flo Rieder (l.) gegen den Ex-Kollegen Lukas Grgic beim 1:1 einen Zähler erkämpft.
© gepa

Von Tobias Waidhofer

Wattens – Von einem „Kribbeln“ wollte WSG-Sportmanager Stefan Köck gestern noch nichts wissen, die „Vorfreude“ auf den Bundesliga-Frühjahrs­auftakt am Sonntag (17 Uhr, live TT.com-Ticker) beim LASK sei aber definitiv gegeben.

Auch personell könne man Stand gestern aus dem Vollen schöpfen. Einzig Pechvogel Tobias Anselm, der schon das Trainingslager verpasst hatte, absolviert derzeit die Grundausbildung beim Bundesheer. „Nicht nur wir, auch andere Bundesligisten sind mit dem Ministerium in Kontakt. Es ist ein bisschen eine mühselige Geschichte“, erzählt Köck. Denn dass die Liga früher als gewohnt in das Frühjahr startet, hat das Bundesheer bei der Einberufung von Fußball-Profis nicht bedacht ...

Kann man mit Blick auf das gelungene Trainingslager auf Malta und das starke Testspiel gegen Meister Salzburg (3:1) trotzdem von der besten WSG-Vorbereitung aller Zeiten sprechen? „Sie war gut, keine Frage. Die Mannschaft hat gut gearbeitet und wir blieben von Verletzungen verschont. Aber wir bleiben demütig“, weiß Köck aus langjähriger Profi-Erfahrung, dass eine erfreuliche Generalprobe nicht viel wert sein muss – aber natürlich sein kann. Auf eine gelungene Vorbereitung blickt auch der LASK zurück – zuletzt gab es einen 5:0-Sieg über Lafnitz. „Mir hat fast alles gefallen“, sagte Trainer Dominik Thalhammer danach. Die WSG ist gewarnt.

Aus anderen Gründen befindet sich indes die Austria im Alarmmodus. Denn Anfang Dezember vermeldeten die Veilchen ein Minus von knapp 19 Millionen Euro, helfen kann wohl nur ein Investor. Die Lizenzierung im März hängt wie ein Damoklesschwert über den Wienern. „Reine Absichtserklärungen werden zu wenig sein“, sagte Vorstands-Boss Markus Kraetschmer. Die Zeit drängt, sonst droht einem rot-weiß-roten Riesen ein trauriges Ende.

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