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Katja Tersch im TT-Interview: Die Chefin mit kriminalistischem Gespür

Seit einem Jahr leitet Katja Tersch das Landeskriminalamt Tirol mit seinen 140 Beamten. Speziell vorbereitet hat man sich auf das Thema häusliche Gewalt in den Lockdowns.

Katja Tersch hat sich lange vor ihrer Offiziersausbildung für den Kriminaldienst interessiert. Noch heute wird die gebürtige Niederösterreicherin oft gefragt, ob der Job nicht „wild“ sei.
© Michael Kristen

Ihre Amtszeit ist von der Pandemie geprägt. Hat Corona die Kriminalität in Tirol verändert?

Katja Tersch: Die Kriminalität hat sich anders als in den Vorjahren gezeigt. Es hat in manchen Bereichen große Rückgänge gegeben, wie z. B. bei den Eigentumsdelikten – wir haben beinahe keine Einbrüche gehabt. Anstiege gab es dagegen bei der Cyberkriminalität. Je mehr die Leute zu Hause sind, desto mehr benützen sie das Internet und desto häufiger passiert die ganze Palette an Internetdelikten. Groß war in dieser Zeit aber vor allem die Herausforderung, den Dienstbetrieb einigermaßen normal aufrechtzuerhalten. Corona macht auch nicht vor Polizisten Halt und wir müssen uns selber, aber auch Opfer und Beschuldigte vor einer Ansteckung schützen. Wir haben Corona-bedingt Ausfälle im Personal gehabt, aber nie so, dass es dienstlich eng geworden wäre.


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