„CEOs for Future": Chefs wollen Lehre und Klimaschutz verbinden

Österreichs Top-Manager, die „CEOs for Future", wollen Klimaschutz in ihren Lehrausbildungen verankern. Sie repräsentieren 410.000 Mitarbeiter und mehr als 11.000 Lehrlinge.

Österreichs Top-Manager, die „CEOs for Future“, wollen Klimaschutz in ihren Lehrausbildungen verankern.
© Kraftkinz

Wien – „Wir müssen die Wirtschaft der Zukunft denken“, sagt Wolfgang Anzengruber, von „economy4future“. Derzeit stehe zwar noch die Corona-Krise im Fokus, die Klimakrise werde jedoch noch eine „Herausforderung für Jahrzehnte“. Die Initiative will Lehrlinge und junge Mitarbeiter für den Klimawandel sensibilisieren. Mit dabei etwa auch die ÖBB – für Vorstand Andreas Matthä ist der Klimawandel längst Realität: „Wir müssen Wasserabläufe an Brücken vergrößern, damit Starkstromereignisse nicht die Strecken fluten, und wir müssen Schienen weiß streichen wegen möglicher Gleisverwerfungen bei großer Hitze.“

Klimaschutz soll also jungen Menschen schon in ihrer Lehrausbildung nahegebracht werden, sie sollen sich auskennen, denn: „Es fehlen uns die Fachkräfte“, sagt Michaela Reitterer, Präsidentin der Hoteliervereinigung und selbst Hotelchefin. ÖBB-Chef Matthä will etwa den Klimaschutz im dritten Lehrjahr verankern. Denn bisher sei der Klimawandel in der Lehrlingsausbildung nicht vorgekommen. Asfinag-Vorstand Hartwig Hufnagl fühlt sich von seiner Tochter motiviert, den Klimaschutz beim Autobahnbetreiber voranzutreiben.

Die insgesamt 25 Top-Manager und -Managerinnen aus heimischen Unternehmen bezeichnen sich selbst als „CEOs for Future“. Sie repräsentieren 410.000 Mitarbeiter und mehr als 11.000 Lehrlinge (10 Prozent aller österreichischen Lehrlinge). Ziel sei es, über eine zukunftsorientierte Strategie bei der Lehrlingsausbildung den Pariser Klimazielen näher zu kommen. (ver)


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