Blutspur auf Bozner Brücke erhärtet Mordverdacht gegen Südtiroler

Eine Blutspur auf einer Brücke erhärtet den Mordverdacht gegen einen 31-jährigen Südtiroler. Von dort soll er die Leichen seiner Eltern in die Etsch geworfen haben.

Von dieser Brücke südlich von Bozen könnte ein 30-Jähriger die Leichen seiner Eltern in die Etsch geworfen haben, glauben Ermittler.
© Dolomiten

Bozen – Ein Blutfleck, am Geländer einer Brücke südlich von Bozen entdeckt, rückt einen 30-jährigen Südtiroler in die Nähe eines schweren Verdachts. Die Spur konnte von der Polizei einem 63-jährigen Mann aus Bozen zugeordnet werden, der so wie seine 68 Jahre alte Frau seit mehr als zwei Wochen vermisst wird. Das berichtet die Tageszeitung Dolomiten.

Gegen den 30-Jährigen Sohn des abgängigen Ehepaares wird, wie berichtet, seit Dienstag ermittelt. Die Polizei in Südtirol vermutet, dass er seine Eltern, mit denen er in einer Wohnung in Bozen lebte, getötet hat. Anschließend soll er die Leichen zur Brücke, an der die Spuren gefunden wurden, gefahren und sie von dort in die Etsch geworfen haben. Trotz mehrerer Indizien, die den Mann für die Ermittler zum Mordverdächtigen machen, sei „die Beweislage schwach“, schreiben die Dolomiten. „Vor allem gibt es keine Leichen.“ Und: „Ohne Leiche kein Mord. In Italien kann niemand wegen eines Mordes vor Gericht gestellt werden, wenn keine Leiche gefunden wird.“ Bislang wurden die Körper der Vermissten, trotz fieberhafter Suche auch am Dienstag, nicht entdeckt.

Spurentechniker einer italienischen Polizei-Sondereinheit waren zudem gestern in der Wohnung des Ehepaares in Bozen im Einsatz. Auch eine weitere Immobilie, zu welcher die beiden Zugang hatten, wurde untersucht. Die Dolomiten berichten außerdem, dass im Auto des 63-Jährigen „menschliche Blutspuren und biologische Spuren“ gefunden worden seien.

Zum Mordverdacht geäußert hat sich gestern auch der Anwalt des 30-Jährigen. „Wir gehen davon aus, dass die Untersuchungen unseren Mandanten entlasten werden“, sagte er in einem auf der Nachrichtenplattform stol.it veröffentlichten Video. Die entdeckten Blutspuren kommentierte er nicht. (TT, bfk)

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