Dienstleister folgen in Hall auf Schüler

Die Adaptierung der ehemaligen NMS Europa in Hall liegt laut Stadt im Zeitplan.

Schon ab Juni könnten erste (Dienstleistungs-)Betriebe das frühere Schulgebäude in prominenter Altstadtlage beziehen. Das „Kaiser Maximilian“-Fresko (Bild) von Max Weiler wird saniert.
© Stadtmarketing/G. Jenewein

Hall – Seit Oktober laufen die Umbau- und Adaptierungsarbeiten am denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Neuen Mittelschule Europa im Herzen der Haller Altstadt. Wie mehrfach berichtet, investiert die Stadt rund 1,8 Mio. Euro in die Sanierung des Komplexes, der künftig als eine Art Dienstleistungs- und Gesundheitszentrum positioniert werden soll. Um das Haus mit einer Nutzfläche von 1465 m2 – das durch die Errichtung des neuen Haller Schulzentrums freigespielt wurde – vermietungsreif zu machen, werden u. a. sämtliche Fenster ausgetauscht. Zudem wird die Haustechnik erneuert und an der Ostseite ein Lift für einen barrierefreien Zugang errichtet.

Laut Bürgermeisterin Eva Posch liegen die Arbeiten im Zeitplan – und die Resonanz auf die öffentliche Ausschreibung der Büroeinheiten sei gut: „Wir haben schon eine Reihe von Betrieben, die abschließen wollen – und freuen uns über weitere Interessenten.“ Die bislang eingegangenen Anfragen dürften laut Stadt einen Branchenmix ergeben, der von Physio- und Psychotherapie über psychosoziale Beratung bis zum Statiker-Büro reicht. Über die Vergabe der Einheiten werde am Ende der Stadtrat entscheiden, erklärt Posch. Sofern der Fahrplan der Arbeiten weiterhin so gut eingehalten werden könne, wäre mit einem Einzug ab 1. Juni zu rechnen.

Auch die Pläne der Gruppe um die Genossenschaft „Bioalpin“, im ehemaligen Schulgebäude möglicherweise eine Art Biokompetenzzentrum einzurichten, „sind nicht ad acta gelegt“, sagt Bioalpin-Geschäftsführer Björn Rasmus auf TT-Anfrage. Es handle sich um eine „prinzipiell interessante Idee“, deren Umsetzung man mittel- und langfristig anstrebe, aber derzeit nicht unmittelbar verfolge. Schließlich habe Bioalpin erst seit einem Jahr ein neues Bür­o in der Innsbrucker Müller­straße bezogen.

Was jedenfalls im neuen Haller Dienstleistungszentrum Platz finden wird, ist ein so genannter „white room“ – ein Raum mit moderner Präsentationstechnik (und in Weiß gehaltenen Wänden mit Platz zur kreativen Entfaltung), der für Workshops, klein­e Lesungen oder Schulungen angemietet werden kann. Für den Raum werden eine Teeküche und ein eigener Sanitärbereich geschaffen.

Das äußere Erscheinungsbild des Komplexes (der Nordteil wurde 1873 errichtet, die Erweiterung um den Südteil erfolgte 1950) soll sich hingegen nicht verändern. Im Zuge der Umbauarbeiten ist auch eine Sanierung des großen „Kaiser Maximilian“-Freskos von Max Weiler aus dem Jahr 1952 geplant. (TT, md)


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