„Eklatanter Kontrast": Radweg-Räumung in Innsbruck in der Kritik

An den Hauptachsen am Inn funktionierte der Winterdienst kaum, monieren die NEOS.

Der Kontrast zwischen den vom Straßenbetrieb und den vom Gartenamt betreuten Radwegen sei massiv, befinden die NEOS.
© Windbichler

Innsbruck – In den generellen Chor der Kritiker am Winterdienst der Stadt Innsbruck stimmt Bernhard Windbichler, Ersatzgemeinderat der NEOS, nicht ein. Schließlich habe es zuletzt in vier Tagen rund 85 cm geschneit. Speziell die Mitarbeiter des Amts für Straßenbetrieb hätten ihre Arbeit im Rahmen der Möglichkeiten sehr gut bewältigt, lobt Windbichler. Das gelte jedoch leider nicht für die Qualität der Schneeräumung an den üblicherweise besonders stark frequentierten Radwegen entlang des Inns, die im Kompetenzbereich des Gartenamtes lägen, moniert Windbichler, der, wie viele Innsbrucker, ganzjährig mit dem Rad unterwegs ist.

Auch Salzung funktionierte zunächst nicht

Auch eine Woche nach den ersten Schneefällen seien diese wichtigen Achsen vielfach fast unbefahrbar gewesen, was umso gefährlicher werde, wenn der Matsch über Nacht wieder gefriert. Für eine Stadt, die das ganzjährige Alltags-Radfahren fördern wolle, sei das inakzeptabel. Dass das Gartenamt im Gegensatz zum Straßenbetrieb auf den Radwegen in seinem Bereich nur Streusplitt verwende und Salz nicht einmal sparsam einsetze, ist für Windbichler unverständlich. Auch die zugesagte Salzung zumindest der Unterführungen und Rampen in diesem Bereich habe zunächst nicht funktioniert. Der Kontrast zu den vom Straßenbetrieb betreuten Radwegen sei eklatant.

Windbichlers Forderung an BM Georg Willi (Grüne) ist klar: „Das Amt für Straßenbetrieb sollte hier die ganze Verantwortung bekommen“, alle Radwege gehörten „in die Hand der Straßenprofis“.

Aus dem Bürgermeisterbüro heißt es dazu: „Das Amt für Straßenbetrieb und das Amt für Grünanlagen sind dabei, in Hinblick auf die Schneeräumung weitere Synergien zu erarbeiten, auch was Gerätschaften anbelangt. Die beiden Ämter starten nach den Erfahrungen der letzten Woche gemeinsam einen Evaluierungsprozess, um Verbesserungspotenziale zu erheben, hier wird man sich auch dieses Thema genau anschauen.“ (md)

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