Echter Härtetest zum Auftakt: WSG Tirol muss auswärts beim LASK ran

Die WSG Tirol will heute (17 Uhr/TT.com-Live-Ticker) in Pasching beim LASK weiter positiv überraschen. Mit Trauerflor zum Gedenken an Gernot Langes-Swarovski.

WSG-Coach Thomas Silberberger.
© gepa

Von Alex Gruber

Pasching – „Macht’s nochmal so gut wie im Herbst, WSG“, lautet der Slogan, wenn die Silberberger-Elf heute in Pasching auf den Rasen schreitet. In der starken Hinrunde heimste die WSG im Tivoli ein 1:1-Remis gegen die Linzer ein, die damals speziell den ersten Durchgang klar diktierten. Deswegen hält Silberberger fest: „Ein bisschen Glück werden wir auch heute brauchen.“ Und Mut. Und Selbstvertrauen. Und Ballsicherheit. Und Aggressivität. Und, und, und ...

Der LASK ist hinter/neben Salzburg mit seiner Pressing-Maschinerie in der Bundesliga die beste Adresse und vom Tormann (ÖFB-Teamkeeper Alexander Schlager), Abwehrchef (Gernot Trauner), Regisseur (Peter Michorl) bis zum Neo-Knipser (Johannes Eggestein) überall top besetzt.

„Sie spielen sehr intensiv. Die taktische Disziplin wird über allem stehen“, notiert WSG-Cheftrainer Thomas Silberberger und schickt hinterher: „Wir müssen viele Wege nach hinten machen, dürfen nicht auf Verdacht umschalten, sondern erst, wenn wir den Ball richtig erobert haben. Wenn es uns gelingt, ihr Gegenpressing zu überspielen, müssen wir direkt rasch in die Tiefe kommen.“

Für diese schnellen Sprints ist in etwa Kelvin Yeboah prädestiniert, der gemeinsam mit dem bislang besten Saisontorschützen Nikolai Baden Frederiksen das Sturmduo zweier 20-Jähriger bilden wird. Die Antwort, wer neben dem Dänen stürmt, ergab sich von selbst, weil Zlatko Dedic Mitte der Woche wegen eines Trauerfalls nach Slowenien abreisen musste. Der Edelroutinier (36) sitzt heute auf der Bank.

„Wir haben nichts zu verlieren“, merkt Silberberger an, dass es um Bonuspunkte geht. Seine im Herbst so freche „Youngster-Truppe“ will sich aber sicher beweisen.

Der Weg auf den Rasen wird heute mit Trauerflor erfolgen: zu Ehren des diese Woche verstorbenen Gernot Langes-Swarovski, Vater von WSG-Präsidentin Diana, der den FC Tirol Mitte der 80er- und Anfang der 90er-Jahre mit Stars wie Ernst Happel oder Hansi Müller in ungeahnte Höhen dirigiert hatte.

Die WSG Tirol mit Kelvin Yeboah will sich heute nicht vom LASK um Teamspieler Gernot Trauner unterdrücken lassen.
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