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Sinkende Disziplin in Tirol: Keine Lust mehr auf den Lockdown

Seit 26. Dezember wurden in Tirol knapp 1200 Menschen wegen Verstößen gegen die Covid-Regeln angezeigt. Der sinkenden Disziplin in der Bevölkerung will die Polizei mit strengeren Kontrollen entgegenwirken.

Während die Mobilität im ersten Lockdown um 70 Prozent zurückgegangen ist, waren es beim dritten Lockdown nur noch 27 Prozent, wie Komplexitätsforscher Peter Klimek errechnet hat.
© Thomas Boehm / TT

Von Benedikt Mair

Innsbruck – Tirols Straßen waren menschenleer. Diese Bilder aus dem März des Vorjahres, als strenge Regeln gegen die Ausbreitung des Coronavirus erlassen wurden, haben sich in das kollektive Gedächtnis gebrannt. Anders sieht es derzeit in den Dörfern und Städten des Landes aus – obwohl ähnlich scharfe Einschränkungen gelten. Viele Menschen haben keine Lust mehr auf den Lockdown. Das belegen unter anderem Zahlen der Exekutive. Während die heimische Polizei der sinkenden Disziplin in der Bevölkerung mit strengeren Kontrollen entgegenwirken will, appelliert die Politik an Eigenverantwortung und Durchhaltevermögen.


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