Impfung: Ärzte in Sorge wegen Wirksamkeit gegen Mutationen

Wird die Impfung auch gegen das mutierte Virus helfen? Diese Frage treibt Ärzte um. Aktuell ist die Impfung die große Hoffnung.

Die verschiedenen Corona-Mutationen beunruhigen Tirols Ärztekammer-Präsidenten Artur Wechselberger.
© GEORG HOCHMUTH

Innsbruck – Die verschiedenen Corona-Mutationen beunruhigen Tirols Ärztekammer-Präsidenten Artur Wechselberger. „Mutationen stressen immer, weil sie Fragen aufwerfen“, meint der Allgemeinmediziner.

Das mutierte Virus könne andere Eigenschaften aufweisen. Daher sei es oft unklar, ob es ansteckender oder gefährlicher als das ursprüngliche Virus ist. Die zweite Frage betrifft die Impfung. In sie werden viele Hoffnungen gesetzt. Sie gilt der Bundesregierung als „Game-Changer“ als einziger Ausweg aus der Pandemie. „Wir können nur hoffen, dass der jetzige Impfstoff auch bei den Mutationen wirksam ist.“

Geht es nach dem Impfplan der Regierung, stehen nach den Risikogruppen und nach dem medizinischen Personal ab Mai die Massenimpfungen auf dem Programm. Impfstraßen sind angedacht, ebenso, dass niedergelassene Ärzte impfen, damit das Gros der Bevölkerung durchgeimpft werden kann.

Sich im Mai gegen eine grippeähnliche Erkrankung impfen zu lassen, macht aus Sicht Wechselbergers Sinn, obwohl die Virensaison im Frühsommer abgeebbt sein dürfte. „Wie bei der Grippe­impfung können wir für den Herbst nur hoffen, dass wir auf die richtigen Virusstämme gesetzt haben.“ Bei der Grippe seien früher drei Virusstämme geimpft worden, und jetzt seien es vier. „Es kann natürlich möglich sein, dass ein fünfter Virusstamm auftaucht.“ Das sei bei Corona nicht anders.

An Tirols Spitälern ist die Lage weiterhin stabil, obwohl die neuen Virus-Mutationen in Tirol aufgetaucht sind. (aheu)


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