Anschober setzt 800 Neuinfektionen pro Tag als Ziel für Ende des Lockdown

Der Gesundheitsminister legt eine mögliche Marke für das Ende des bestehenden Lockdowns vor. Eine Entscheidung über das weitere Vorgehen soll es erst in einer Woche geben.

Am Montag gab es zwischen Regierung, Landeshauptleuten und Experten eine Videokonferenz. Auch die Opposition wurde eingebunden.
© BKA

Wien – Die Bundesregierung hat gestern ihre Gespräche mit Experten, Landeshauptleuten und der Opposition über den aktuellen Stand der Corona-Pandemie in Österreich gestartet. Eine Entscheidung über das weitere Vorgehen nach dem anvisierten Lockdown-Ende soll es erst in einer Woche geben.

Die Beratungen zwischen Regierung und den beratenden Experten im Kanzleramt waren am Abend abgeschlossen. Inhaltlich drang nicht allzu viel nach außen. Herwig Ostermann von der Gesundheit Österreich GmbH sagte in einem Statement nach den Gesprächen, zur Häufigkeit der neuen Virus-Mutation B.1.1.7 in Österreich könne noch keine abschließende Aussage getroffen werden.

Eine mögliche Marke für eine Öffnung nannte gestern Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). Er sagte im Puls-24-Interview, dass es bei 700 bis 800 Neuinfektionen pro Tag und einer 7-Tages-Inzidenz weit unter 100 zu einem Ende des Lockdowns kommen werde.

SPÖ-Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner sagte vor Beginn der Beratungen in einem Statement zur APA, sie erwarte sich zum einen „eine sofortige Neubewertung der Maßnahmen von der Regierung mit der konkreten Frage, welches Ziel und welche Infektionszahlen die Regierung mit den Maßnahmen anpeilt“. „Zum Zweiten: Welche konkreten Schritte werden unternommen, um die Lieferengpässe des Impfstoffs zu überbrücken und sicherzustellen, dass die HochrisikopatientInnen und das Gesundheitspersonal rasch durchgeimpft werden?“

„Die Situation ist nach wie vor ernst“, so die SP-Chefin. „Die Zahlen sind langsam im Sinken, aber immer noch zu hoch. Die Virusmutationen sind auch in Österreich angekommen.“ (TT)


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