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Zum Weltkrebstag: „Krebs sucht sich nicht aus, ob eine Pandemie ist“

In Tirol erkranken jedes Jahr rund 4000 Menschen neu an einem Tumor, 35.000 leben mit Krebs. Die Corona-Pandemie hat die Situation für viele Betroffene noch erschwert. Zum Weltkrebstag am 4. Februar zieht Onkologie-Direktor Dominik Wolf Resümee.

Krebspatienten leiden sehr unter der Einsamkeit und wochenlangen Aufenthalten in der Klinik. (Symbolbild)
© pixabay

Von Theresa Mair

1. Krebsforschung

Noch nie zuvor ist in der Bevölkerung und den Medien so viel über Wissenschaft gesprochen worden wie in der Corona-Pandemie. „Forscher sind auch noch nie so intensiv gehört und in politische Entscheidungsprozesse eingebunden worden wie jetzt. Die rasante Entwicklung der Impfstoffe verdeutlicht den Menschen, wie wichtig biomedizinische Forschung ist, um Krankheiten zu bekämpfen“, sagt Dominik Wolf, Direktor der Uniklinik für Onkologie und Hämatologie in Innsbruck. Dazu gehört auch Krebs. „Man darf nicht vergessen, dass an der ,Krebs-Pandemie’, weltweit zehn Millionen Menschen sterben – und zwar jährlich.“

Während in der Wahrnehmung vieler Menschen ein Wissenschaftsboom ausgebrochen ist, habe das Coronavirus die tägliche Arbeit in den Forschungslaboren durchaus behindert. Durch Kontakt- und Bewegungseinschränkungen sowie fehlendem Austausch bei Kongressen sei es schwierig gewesen, die Forschung in der gewohnten Geschwindigkeit aufrechtzuerhalten.


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