Hilfe aus dem Härtefallfonds für Privatzimmervermieter

Auch gewerbliche Privatzimmervermieter sollen Geld aus dem Härtefallfonds erhalten.

Gewerbliche Privatzimmervermieter, die mehr als zehn Gästebetten haben, erhielten bislang so gut wie keine Unterstützung.
© Thomas Böhm / TT

Innsbruck – Gewerbliche Privatzimmervermieter, die mehr als zehn Gästebetten haben, erhielten in der anhaltenden Corona-Krise bislang so gut wie keine Unterstützung, was seit Monaten zu heftiger Kritik von Seiten der FPÖ führte. Nun wurde am Donnerstag im Tourismusausschuss des Nationalrats ein Antrag eingebracht, der den Kreis der Anspruchsberechtigten deutlich erweitern soll. Damit werde für mehr als 10.000 weitere Zimmervermieter die Grundlage für zukünftige Förderungen geschaffen – konkret für den „Ausfallbonus“, heißt es in einer Aussendung aus dem Kabinett von Tourismusminis- terin Elisabeth Köstinger (ÖVP). Derzeit werde – gemeinsam mit dem Finanzministerium – an einer Richtlinie gearbeitet, damit die neuen Berechtigten den Ausfallbonus in Anspruch nehmen können.

Bislang waren rund 30.000 Privatzimmer- und Ferienwohnungsvermieter anspruchsberechtigt. Künftig sollen auch gewerbliche und sonstige touristische Vermieter mit dem Ausfallbonus gefördert werden, die aus dieser Tätigkeit Einkünfte erzielen und dafür Nächtigungsabgaben abführen. Derzeit werde gemeinsam mit dem Finanzministerium an einer Richtlinie gearbeitet, damit die neuen Berechtigten den Ausfallbonus in Anspruch nehmen können. „Indem wir den Kreis der Anspruchsberechtigten für die zukünftige Förderung des Ausfallbonus erweitern, sichern wir Existenzen und erhalten gleichzeitig dieses wichtige Angebotssegment für den heimischen Tourismus“, betont Köstinger.

Auch Landeshauptmann Günther Platter zeigt sich zufrieden. „Für Tirol ist dieser Lückenschluss von entscheidender Bedeutung, weil die Privatzimmervermietung einen wesentlichen Eckpfeiler unserer kleinteiligen und familiengeführten Tourismuslandschaft darstellt“, so der Landeshauptmann. (TT)

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