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TT-Leitartikel zur Test-Strategie: Ohne Zuckerbrot geht es nicht

Nach einem knappen Jahr Pandemie sehnen sich die Menschen nach mehr Freiheit. Gießkannenartig zu testen hat unbestritten einiges an Fehlerpotenzial, aber es ermöglicht ein bisschen Leben.

Carmen Baumgartner-Pötz

Von Carmen Baumgartner-Pötz

Du glückliches Österreich, teste! Wenn’s schon mit dem Impfen nicht so ganz nach Plan funktioniert, dann wenigstens in den Teststraßen, Apotheken und Bildungseinrichtungen des Landes. Die Zahlen der vergangenen Tage sind ziemlich beeindruckend: Seit den Lockdown-Lockerungen und dem Schulbeginn im Osten am Montag wurden über 1 Million Tests von den Bundesländern an den Krisenstab gemeldet – knapp elf Millionen sind es seit Beginn der Pandemie gewesen. Ein Elftel vom Gesamtaufkommen also alleine in fünf Tagen: Weil man mehr oder weniger muss, wenn man etwas möchte, sei es zum Friseur, zur Massage oder in die Schule zu gehen. Wie sich im ganzen Land zeigt, ist ein besonders breitflächiges Testangebot die halbe Miete. Bald kennt jeder jemanden, der mindestens einmal pro Woche ein Staberl in der Nase hat, gurgelt oder spuckt.


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