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Tiroler Bob-Olympia-Hoffnung Maier: „Ich habe jeden Cent investiert“

Warum Benjamin Maier für seinen Olympiatraum einen finanziellen Überlebenskampf in Kauf nimmt, er Frau Elisabeth und Söhnchen Hendrix nur selten sieht und just sein größter Konkurrent ihm unter die Arme greift.

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Benjamin Maier und seine Mannen glänzten zuletzt bei der Europameisterschaft mit Silber im Vierer (Bild) und Bronze im Zweier.
© imago images/Fotostand

Sie sind Jahrgang 1994. Wissen Sie trotzdem, was am 22. Februar 1992 passierte?

Benjamin Maier: Ich schätze, dass an diesem Tag Ingo Appelt Olympia-Gold geholt hat.

Richtig, da wurde österreichische Sport-Geschichte geschrieben. Der Tiroler Pilot Ingo Appelt holte mit seinem Team in Albertville die bisher einzige olympische Gold-Medaille im Bobsport für Österreich.

Maier: Die Bilder dazu habe ich noch nie gesehen, aber die Geschichten immer wieder gehört. Teils von Trainern, teils von Ingo, der immer betont hat, wie wichtig sein Team für die Startzeiten war.

In den jüngsten sechs Weltcuprennen standen Sie fünfmal auf dem Podest – inklusive EM-Silber im Vierer- und EM-Bronze im Zweier-Bewerb. Die Stimmen mehren sich, dass Sie in einem Jahr bei den Olympischen Spielen in Peking Nachfolger von Appelt werden könnten.

Maier: Ja (überlegt lange) … Wir versuchen an allen Ecken und Enden zu schrauben, damit wir eine super Vorbereitung machen können. Am Ende steht und fällt alles mit der finanziellen Seite. Es würde mich freuen, wenn wir in Appelts Fußstapfen treten können. Das Ziel ist klar eine Medaille. Die Chance ist wohl im Vierer größer, obwohl ich lieber mit dem Zweier fahre. Den Zweier haben wir zuletzt ein wenig vernachlässigt, da wir dort mit dem Material nicht so gut aufgestellt sind. Das wollen wir jetzt wieder ändern.


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