Gesundheitsminister Anschober will Impfplan überarbeiten

Anschober bestätigt: 42 Prozent der Corona-Todesfälle in Alten- und Pflegeheimen.
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Wien – In den kommenden Tagen will Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) einen überarbeiteten Impfplan für die über 80-Jährigen präsentieren. Es geht darum, trotz Lieferschwierigkeiten beim Impfstoff das „Tempo beizubehalten“. Bei den Impfungen in Alten- und Pflegeheimen sei man sehr weit. „Wir haben mittlerweile 180.000 Impfungen in Österreich durchgeführt“, betonte Anschober. Ein Großteil der Menschen in Alten- und Pflegeheimen sei durchgeimpft. Die zweite Runde der Impfungen soll in der zweiten Februarhälfte abgeschlossen sein.

Unterdessen wurde statistisch bestätigt, dass die meisten Covid-19-Toten in Österreich in Alten- und Pflegeheimen zu verzeichnen sind. 43 Prozent aller Menschen, die seit Ausbruch der Pandemie mit dem SARS-CoV-2-Erreger gestorben sind, waren in Heimen untergebracht. Dies geht aus einer parlamentarischen Beantwortung Anschobers hervor.

Bis 25. Jänner sind in ganz Österreich 7451 Covid-19-Tote verzeichnet worden. Davon sind laut Angaben des Gesundheitsministeriums 3245 in Alten- und Pflegeheimen gestorben.

Den vergleichsweise niedrigsten Wert verzeichnet laut Anfragebeantwortung an die NEOS mit 38 Prozent Tirol. Dort starben bis 18. Jänner 518 Menschen mit dem SARS-CoV-2-Erreger. Auf die Heimbewohner entfielen 199 Covid-19-Tote. (TT)


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