Italiens Präsident berät mit Parteien über Regierungsbildung

Nach dem Rücktritt des italienischen Regierunchefs Giuseppe Conte nimmt Präsident Sergio Mattarella am Mittwochnachmittag politische Konsultationen auf. Die Gespräche mit den Spitzenvertretern der Partei werden voraussichtlich bis Freitag dauern. Conte hatte am Dienstag seinen Rücktritt eingereicht, nachdem seine Regierung wegen des Austritts der Kleinpartei Italia Viva vor zwei Wochen die absolute Mehrheit im Senat verloren hat.

Der parteilose 56-Jährige hofft aber auf ein neues Mandat des Staatsoberhaupts, um eine neue Regierung zu bilden. Dafür bemüht er sich um neue Partner oder einzelne Überläufer aus anderen Fraktionen im Senat. Die übrigen Koalitionsparteien - die sozialdemokratische PD, die populistischen Fünf-Sterne-Bewegung und die kleine Linkspartei Liberi e uguali (LEU) - wollen Conte weiter unterstützen. Sollte er keine neue Mehrheit finden, könnte Mattarella aber auch jemand anderem den Auftrag zu Regierungsbildung erteilen. Spekuliert wird unter anderem über die Bildung einer Einheitsregierung mit einem beschränkten Programm.

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