Geimpfter russischer Teamchef Stani Tschertschessow will nach Tirol

Ex-Wacker-Coach und Russland-Teamchef Stanislaw Tschertschessow wünscht sich eine baldige Rückkehr zur Normalität.

Hofft auf eine baldige Rückkehr zur Normalität – der russische Fußball-Teamchef Stani Tschertschessow ließ sich in Moskau impfen.
© Klinikum Moskau

Moskau, Innsbruck – Seine Wohnung in Rinn hat Stanislaw Tschertschessow schon seit ca. einem Jahr nicht betreten. Die europaweiten Lockdowns und Quarantäne-Verordnungen hielten den mittlerweile längstdienenden russischen Fußball-Teamchef (seit Juli 2016 im Amt) von Reisen in seine Tiroler Wahlheimat ab: „Warum soll ich kommen und zu Hause sitzen?“, runzelt er die Stirn.

Bereitwillig ließ sich Tschertschessow vorgestern in Moskau impfen, die Skepsis gegenüber dem russischen Impfstoff (Sputnik V) kann er nicht nachvollziehen: „Wenn unser Vakzin momentan das bessere sein sollte, sollte es die ganze Welt benutzen. Und wenn in ein, zwei, drei Monaten ein besseres aus einem anderen Land kommen würde, dann eben dieses. Hier muss man das Politische ausblenden. Das Allerwichtigste ist doch, dass wir so rasch wie möglich wieder zurück in unser normales Leben finden“, hält der 57-Jährige fest. Bars wie Restaurants haben in Russland wieder geöffnet, die Zahl der Genesenen (27.000) lag gestern laut Stani gegenüber jener den Neuerkrankten (17.000) klar im Plus.

Tschertschessow blickt am Rasen der EM-Endrunde entgegen, will mit der Sbornaja wie schon vor der WM 2018 auch heuer in der EM-Vorbereitung wieder nach Neustift kommen. Und das Jahr 2021 soll beim Star-Revival seines Freundes Ralph Schader im Dezember in Nauders ein großes Finale finden. (lex)


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