Trauer lässt Weltcupfinale für Flock zur Nebensache werden

Nach dem Tod ihres Opas wollte sich Skeleton-Aushängeschild Janine Flock ihren Start beim heutigen Heim-Weltcupfinale offenlassen.

Der Gesamtweltcup liegt für Janine Flock quasi abholbereit. Doch der Zaube­r des großen Saisonzieles war am Donnerstag ein kleiner.
© gepa donko

Igls – Die Vorzeichen für das Skeleton-Weltcupfinale am Freitag (14 Uhr/live ORF Sport +) in Innsbruck-Igls hätten besser kaum sein können für Janine Flock. Die Lokal­matadorin weist vor dem letzten Saisonrennen 146 Punkte Vorsprung auf Tina Hermann (GER) auf. Bereits ein 18. Platz (= 80 Punkte) reicht der Heeressportlerin zu ihrem zweiten Gesamtweltcupsieg nach 2015. Formsache für eine, die in jedem der sieben Saisonrennen auf dem Podest war, dreimal davon auf dem obersten Treppchen.

Doch von einem Moment auf den anderen war am Donnerstag vieles anders, geriet die Welt der 31-jährigen Rumerin aus den Fugen. Die Nachricht vom plötzlichen Tod ihres geliebten Opas Georg setzte ihr ordentlich zu. Selbst einen Startverzicht wollte bzw. konnte sie am Donnerstag nicht ausschließen, gleichwohl das Pendel vorsichtig Richtung Start ausschlug. Und dennoch: Die wenig verheißungsvollen Wetterprognosen („Regen bzw. Schneeregen“), die Startnummer 8 („Das passt gut. Mein härtesten Kollegen haben ähnliche Nummern“) und ihr Finalmotto („Ich werde voll attackieren und nicht auf die Platzierung schauen“) waren nur noch Makulatur. Am Donnerstag zumindest.

Bobpilotin Katrin Beierl (l.) und Jennifer Onasanya greifen nach ihrem ersten Gesamtsieg.
© gepa games

Schon um 10 Uhr sind die Herren an der Reihe. Samuel Maier, der zuletzt in St. Moritz zu Junioren-WM-Bronze gerast war, und Florian Auer visieren Top-Ten-Plätze an.

In die Zielgerade biegt die Saison auch für die Bobfahrer ein. Im Frauen-Zweier greift dabei Katrin Beierl am Sonntag nach ihrem ersten Gesamtsieg. Sie führt 51 Punkte vor der Deutschen Kim Kalicki. Im ebenfalls für Sonntag angesetzten Vierer hat Benjamin Maier zumindest noch eine theoretische Chance auf den Gesamtsieg. Vor dem vierten und letzten Rennen spricht aber alles für den dreifachen deutschen Saisonsieger Francesco Friedrich. Maier hat als Zweiter 55 Punkte Rückstand. (m. i., APA)

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