Erste Bilanz: Bisher 10.100 Impfungen in Tiroler Altenheimen, 16.500 insgesamt

Gesundheits-LR Tilg hofft, dass Tirol rasch zusätzliche Impfstoffe erhält, um Impfungen fortsetzen zu können. In den kommenden zwei Wochen müssen die vom Bund zugesagten Impfdosen für die zweite Impfung herangezogen werden.

In der Gemeinde Walchsee erhielten die über 80-Jährigen bereits die erste Impfdosis.
© Hrdina

Innsbruck — Ab 1. Februar können sich alle Tiroler für die Corona-Schutzimpfung anmelden. Doch es wird dauern. Zum einen hat der Impfstoffproduzent AstraZeneca die Liefermenge um zwei Drittel gekürzt, andererseits dürfte der Impfstoff heute nur für Personen bis 65 Jahre zugelassen werden. Der Impfplan des Landes orientiert sich deshalb weiter an der Durchimpfung in den Alten- und Pflegeheimen, den Krankenhäusern, des Personals in kritischen Infrastrukturen sowie der über 80-Jährigen.

Bis Freitag wurden 16.500 Tiroler geimpft, davon 10.100 in den Altenheimen und 4200 in den Spitälern. 850 über 80-Jährige – 28.000 haben sich in den Gemeinden angemeldet – erhielten ebenfalls eine Impfung. 1350 Immunisierungen entfielen auf die Sozial- und Gesundheitssprengel, die Behindertenhilfe, den Rettungsdienst und die niedergelassenen Ärzte. „Die Impfungen der ersten Dosis in den Altenwohn- und Pflegeheimen sind großteils abgeschlossen“, sagt Gesundheits-LR Bernhard Tilg (VP) gegenüber der TT. In den kommenden zwei Wochen müssten die vom Bund zugesagten Impfdosen (11.700) jedoch für die zweite Impfung herangezogen werden.

Zugesagte Impfdosen für zweite Impfung notwendig

Die Impfstrategie bleibt, doch Tirol muss seinen Impfplan ebenfalls anpassen. Denn die für die nächsten zwei Wochen zugesagten Impfdosen müssen für die zweite Impfung der bisher 16.500 Geimpften verwendet werden. „Wir hoffen, dass wir dann schnellstmöglich weitere zusätzliche Impfdosen vom Bund bekommen. Die Bereitschaft zum Impfen ist hoch“, appelliert Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (VP) an den Bund. Er ist für die Verteilung des Impfstoffs zuständig.

Die Immunisierung mit der ersten Impfdosis in den Altenwohn- und Pflegeheimen wurde weitgehend abgeschlossen. Dazu Tilg: „Das war ein wichtiges Etappenziel im Jänner, der Schutz der Bewohner und der Mitarbeiter von Beginn an unser vorrangiges Ziel.“ 10.100 Bewohner und Mitarbeiter seien dort geimpft worden. Zugleich wollte das Land mit den Impfungen der über 80-Jährigen, im Rettungsdienst, in den Sprengeln, in den Behinderteneinrichtungen und auch bei den niedergelassenen Ärzten starten, fügt der Gesundheitslandesrat hinzu. Das erfolgte in dieser Woche.

Für die nächste Phase haben sich 28.000 Tirolerinnen und Tiroler, die älter als 80 Jahre sind, für eine Impfung angemeldet. In 20 Gemeinden wurden sie bereits geimpft bzw. werden die Impfungen in den nächsten Tagen durchgeführt. Wie es danach weitergeht, hängt von den Impfstofflieferungen ab.

Weiter verbreitet als ursprünglich angenommen ist die britische Virusmutation in Tirol. Als erstes Bundesland ließ das Land gemeinsam mit seinem Hauptlabor HG Pharma, das die Auswertungen für den Großteil der abgestrichenen PCR-Proben in Tirol durchführt, alle positiven Testergebnisse vom Jänner auf die britische Coronavirus-Mutation überprüfen. Bei 186 von 2296 Abstrichen oder 8,1 Prozent liegt ein konkreter Verdacht vor.

„Dass diese Mutation zu einem gewissen Grad in Tirol wie auch in ganz Österreich im Umlauf ist, zeigen die Voranalysen unseres Labors sowie bisherige, bereits bestätigte Sequenzierungen der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit AGES“, erklärt der Leiter des Corona-Einsatzstabs Elmar Rizzoli. Der Schwerpunkt der Verbreitung in Tirol befindet sich übrigens in den Bezirken Kitzbühel und Kufstein.

In Wien wurde bekanntlich ein Mutationsanteil von 17 Prozent festgestellt. Die AGES wird jetzt die endgültige Abklärung der Verdachtsfälle vornehmen. (pn)

Schwazer Spital sicher, es wird täglich getestet

Seit Beginn der Corona-Pandemie wird im Schwazer Bezirkskrankenhaus flächendeckend getestet. Dass jetzt der Nachweis gelang, dass positiv auf das Coronavirus getestete Patienten mit der südafrikanischen Variante infiziert waren, ist auf diese umfassende Teststrategie zurückzuführen. Alle zuletzt im Schwazer Bezirksspital ausgewerteten positiven Abstriche wurden noch einmal auf die Mutationen hin untersucht.

Für eine Verunsicherung der Patienten bestehe deshalb nicht der geringste Anlass. Darauf verweist auch das Land. Gemäß der zuständigen Gesundheitsbehörde sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht von einer fortlaufenden Infektionskette im Bezirkskrankenhaus Schwaz auszugehen, heißt es in einer Mitteilung.


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