Das siebte Wochenende für Flüchtlinge im Zelt vor dem Tiroler Landestheater

In Innsbruck werden weiterhin Passanten dazu eingeladen, ihre Unterstützung für Flüchtlinge mittels Straßenkreide oder dem Anzünden einer Kerze kundzumachen
© Böhm Thomas

Innsbruck – Bereits zum siebten Mal campieren Menschen aus Protest vor dem Tiroler Landestheater in Innsbruck. Die Aktion hat vor mehr als einem Monat begonnen und findet viel Zuspruch in anderen Städten. So wurden bereits in Kufstein, Graz, Linz, Salzburg und Wien Protestcamps durchgeführt. Dieses Wochenende wird auch wieder in Innsbruck, Graz, Linz und Dornbirn gecampt und es finden weitere Kundgebungen und Protestaktionen unter anderem in Oberwart, Reutte, Biberwier und Breitenwang statt.

Die Aktivisten wollen sich mit der Aktion für die Evakuierung von Flüchtlingen in griechischen Lagern einsetzen. Dort sind die Zustände kata­strophal. Sie fordern eine Aufnahme von Geflüchteten in Österreich. Mehr als 100 Dörfer bzw. Städte haben sich dazu bereit erklärt. Der Name des abgebrannten Camps Moria steht dabei symbolisch für die unmenschlichen Zustände in Flüchtlingslagern auf europäischem Boden wie „Kara Tepe 2“ auf Lesbos und „Lipa“ in Bosnien. „Wir wollen nicht mehr zu Hause sitzen und die schreckliche Situation der Flüchtlinge vor den Toren bzw. in Europa mittragen. Wir wollen, dass die Menschen bei uns menschenwürdig aufgenommen werden, denn wir haben Platz“, heißt es seitens der Organisationsgruppe in Innsbruck. (TT, lipi)

Die Aktion soll weitergehen.
© Böhm Thomas

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