Holzgau entging nach einer Lawine nur knapp einer Katastrophe

Die Schnee-Wasser-Massen wälzten sich zähfließend durch den Ort. Zwei Brücken verklausten.
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Holzgau – „Das war ganz, ganz knapp heute Nacht“, atmete der Holzgauer Bürgermeister Florian Klotz Freitagmorgen erleichtert durch. Unbemerkt im Ort war Donnerstagabend eine Lawine im Höhenbachtal abgegangen und hatte den gleichnamigen Bach, der mitten durch Holzgau führt, aufgestaut.

Irgendwann hielt der Schneewall dem Druck nicht mehr stand und gegen halb zehn am Abend wälzte sich plötzlich ein riesiges Wasser-Schnee-Gemisch durch das Bachbett im Ort.

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Zwei Brücken im Ort, an denen sich die „Brühe“ verklauste, mussten umgehend gesperrt werden. Der Feuerwehr und einem Baggerfahrer der Firma Blaas gelang es dann, die Durchlässigkeit sicherzustellen. BM Klotz war auch erleichtert, dass die neue Verbauung im Höhenbachtal einen Großteil der Schneemassen zurückhalten konnte.

Schnellstens wird jetzt alles ausgebaggert, um für kommende Ereignisse wieder Stauraum zu haben. Laut Klotz kann sich niemand in Holzgau erinnern, dass es je ein solches Ereignis in der 400-Einwohner-Gemeinde gegeben hat. (hm)

Bei Tageslicht – Bagger und Wasser hatten inzwischen die Oberhand gewonnen – war immer noch zu erahnen, welche Naturgewalt im Spiel war.
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