Tirol pocht beim Brennerbasistunnel auf Zulauf-Vertrag

Der Brennerbasistunnel soll in den 2030er-Jahren in Betreib gehen. Der Zulauf in Bayern wackelt.
© Thomas Boehm / TT

Innsbruck, München – Dass für die bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer noch nicht entschieden ist, ob überhaupt eine neue Zulaufstrecke für den Brennerbasistunnel gebaut werden solle, offenbart das derzeit angespannte Verhältnis zwischen Bayern und Tirol. Aus dem Büro von Landeshauptmann Günther Platter (VP) heißt es, dass bestehende Verträge, zu denen der Brenner-Nordzulauf gehört, einzuhalten seien. „Der Basistunnel befindet sich in Bau, hier gibt es für Deutschland kein Zurück mehr.“ Insofern sei es Tirol leid, dass von bayerischer und deutscher Seite getroffene Vereinbarungen und bestehende Verträge permanent in Frage gestellt werden.

Verkehrsreferentin LHStv. Ingrid Felipe (Grüne) betont, dass Tirol dieses europäische Jahrhundertprojekt alleine nicht stemmen könne. „Dazu brauchen wir solidarische Nachbarn und europäische Maßnahmen, die Tirol und Österreich bei diesem Vorhaben unterstützen.

SPÖ-Verkehrssprecher LA Philip Wohlgemuth übt harsche Kritik an Bayern. „Wer die Notwendigkeit der Zulaufstrecken für den Brennerbasistunnel wiederholt in Frage stellt, agiert unverlässlich und ohne jede politische Weitsicht im Sinne einer ganzheitlichen europäischen Lösung.“ (pn)

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