Ergänzungsunterricht in Pandemie-Zeiten: Wenig Interesse an Ferien-Schule

Nur 1,2 Prozent Anmeldungen in Tirol für Ergänzungsunterricht in Semesterferien.

In den kommenden Semesterferien wird ein Ergänzungsunterricht angeboten. Die Nachfrage danach hält sich in Tirol in Grenzen.
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Innsbruck — Bis Freitag hatten Tirols Schulen Zeit, den Bedarf an einem Ergänzungsunterricht in den Semesterferien (8. bis 14. Februar) zu erheben. Gedacht ist das Angebot für die Fächer Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen –
 und zwar für Kinder, die Nachholbedarf haben und bei denen sich das Distance Learning im Schul-Lockdown schwierig gestaltet hat. Die Teilnahme wäre freiwillig – sowohl für Schüler als auch für (gesuchte) Lehrer. Die Zahl der Teilnehmenden sollte pro Schule – Corona-bedingt – 50 Prozent nicht überschreiten.

Die Gefahr, dass sich zu viele Schüler in den Ferien in der Schule befinden, besteht nun – zumindest in Tirol – ohnehin nicht, denn das Interesse an dem Angebot ist gering. „Es sind im Wochendurchschnitt 672 Schülerinnen und Schüler angemeldet worden“, heißt es aus dem Büro der Bildungsdirektion. Das seien 1,2 Prozent der Schülerinnen und Schüler der in Frage kommenden Schularten. Der Bedarf sei offenbar nicht hoch, was im Sinne des Lockdowns sei. Zuvor hatte es Kritik an den hohen Betreuungszahlen unter dem Semester gegeben. Für die Bildungsdirektion sind die niedrigen Anmeldungszahlen auch ein Hinweis darauf, dass die Ferien vom überwiegenden Teil der Schüler auch tatsächlich als Freizeit gebraucht werden würden.

Aus Sicht von Elternvertretern könnte das geringe Interesse in Tirol zudem damit zusammenhängen, dass an vielen Schulen diese Hilfe nicht von jenen Lehrern abgehalten werden wird, die die Kinder gewohnt sind – vielfach werden Lehramtsstudierende dafür eingesetzt. Teilweise teilten Direktionen den Eltern auch mit, dass für den Extraunterricht auch an eine Nachbarschule gewechselt werden müsste. (lipi)

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