Ansturm auf Impf-Anmeldung in Tirol: „Soft-Start“ mit 25.000 Registrierungen

Ab heute kann man sich für die Corona-Impfung anmelden. Um den Ansturm zu entzerren, schaltete das Land die Vormerkung schon früher frei. Und erlebte großen Zulauf.

Noch bevor der offizielle Startschuss fiel, ließen sich viele Tiroler für eine Impfung vormerken.
© Thomas Boehm / TT

Von Marco Witting

Innsbruck – Es mag einiges an Impfskepsis geben. Doch wenn das, was sich auf der Seite www.tirolimpft.at gestern abspielte, ein Indikator für die Impfbereitschaft ist, dann gibt es auch sehr viele Tiroler, die ganz ungeduldig auf das Vakzin warten. Zwar fällt der Startschuss für die Vormerkungen auf www.tirolimpft.at offiziell erst heute. Doch um den ganz großen Ansturm zu entzerren, schaltete man die Seite schon am Samstagabend frei. Der „Soft-Start“ – wie es das Land Tirol letztlich nannte – ohne große Bewerbung überraschte alle. Bis gestern Abend (Stand 19 Uhr) registrierten sich auf diesem Weg bereits knapp 25.000 Menschen für die Corona-Impfung.

Eines gleich vorweg: Der Zeitpunkt für die Online-Vormerkung hat gar nichts damit zu tun, wann die Menschen letztlich geimpft werden. Nur weil sich jemand schon am Wochenende registriert hat, heißt das nicht, dass derjenige auch früher drankommt. Die Reihenfolge, wer wann die Impfung erhält, richtet sich nach der entsprechenden Strategie des Landes und vor allem natürlich auch nach der Verfügbarkeit der Impfdosen. Der Zulauf gestern war jedenfalls überraschend groß.

„Der Einsatzstab des Landes hat sich bewusst entschieden, bereits Samstagabend einen ,Soft Start‘ der Voranmeldung zu machen. Dadurch sollen die erwartet enorm hohen Zugriffe etwas entzerrt und so Datenleitungen und Serverkapazitäten bestmöglich geprüft und entlastet werde­n“, hieß es gestern dann auch von Seiten des Landes. Die ersten Erfahrungswerte sollen jedenfalls positiv gewesen sein. Beim vorgezogenen Start gab es dem Vernehmen nach keine Probleme.

Impfwillige Tiroler können auf der Seite auch auswählen, wo sie geimpft werden – etwa in einem der größten Zentren oder bei einem der teilnehmenden Ärzte. Hier kommen laut Auskunft des Landes noch weitere Stationen dazu.

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Bis zum Wochenende wurden in Tirol wie berichtet 17.450 Impfungen durchgeführt. In den kommenden beiden Kalenderwochen stehen insgesamt rund 12.000 weitere Impfdosen zur Verfügung.


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