"Extrem enttäuschend": Jetzt steht den Haien das Wasser bis zum Hals

Nach der 2:3-Niederlage in Bratislava gehen die Innsbrucker Haie mit sehr viel Druck in die letzte Woche des Grunddurchgangs in der ICE Hockey League.

An ihm lag’s sicher nicht – wie schon beim 4:1 in Linz agierte HCI-Keeper Tom McCollum auch in Bratislava stark.
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Von Alex Gruber

Innsbruck – 8-6-4-2-1 und 11:1 sind zwei „Formeln“, die nach der bitteren Niederlage in der Slowakei gegen die Haie sprechen, denn bei der ersten Kombination, die die Bonuspunkte von den Plätzen sechs bis elf für die nahende Quali-Runde verteilt, bleiben den Haien als Neunter derzeit nur zwei Zähler im Kampf um ein Play-off-Ticket übrig. Auch Graz (gestern 3:2 gegen Bozen) zieht weg. Und ausschlaggebend dafür sind eben u. a. die vier Saisonduelle gegen Bratislava, in denen sich der Aufsteiger über vier Siege und elf Zähler, die Haie aber nur über einen einzigen Punkt freuen durften.

„Diese Niederlage war extrem enttäuschend“, gestand HCI-Cheftrainer Mitch O’Keefe, dass das Match in Bratislava ein schwerer Schlag in die Magengrube war. Dafür machte er zwei Dinge verantwortlich: „Wir haben einen regulären Treffer (Ciampini/ Schiedsrichter pfiff zu früh ab, weil er Tor aus der Verankerung sah; Anm.) zum 2:0 erzielt. Ich bin mir sicher, dass das Match dann in eine andere Richtung gegangen wäre.“ Und: „Wir haben beim dritten Gegentreffer wie so oft einen schweren Fehler (Sideroff und Racine; Anm.) gemacht, was uns in dieser Saison schon viele Punkte gekostet hat. Ich habe das schon 100-mal an die Mannschaft adressiert“, ärgerte sich O’Keefe in diesem Fall über die Legionäre.

„Es gibt noch neun Punkte und die Chance, in der Tabelle nach oben zu klettern“, weiß O’Keefe, dass man in dieser Woche der Wahrheit gegen Salzburg (Mittwoch/auswärts), Linz (Freitag/heim) und Villach (Sonntag/a) noch Boden gutmachen kann.

Detail am Rande: Gegen Bratislava stand plötzlich wieder Norweger Adrian Saxrud-Danielsen am Eis, weil sein Nachfolger Mathias Porse­land (SWE) nach einer am Freitag beim 4:1-Sieg in Linz erlittenen Gehirnerschütterung wohl länger ausfällt.


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