Wirtschaftsforum der Führungskräfte: Covid-19 verändert Führungsstil

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Wien – Das Wirtschaftsforum der Führungskräfte (WdF) hat zu Beginn des heurigen Jahres eine Befragung seiner 3000 Mitglieder durchgeführt. Das Ergebnis: 59 Prozent der Befragten geben an, ihr Führungsverhalten im Zuge der Entwicklungen der Pandemie verändert zu haben. „Der Trendverlauf unserer Umfrage zeigt deutliche Umwälzungen in Arbeitsmodellen und Führungsstil. Man sieht aber auch, dass insbesondere erfahrene Führungskräfte eher gelassen mit der Situation umgehen“, erklärt WdF-Bundesvorsitzender Andreas Zakostelsky.

Gesundheit der Mitarbeiter besonders wichtig

Die befragten Führungskräfte geben als beeinflussende Faktoren für das geänderte Verhalten u. a. die Sorgen um die Gesundheit der MitarbeiterInnen (41 %), die notwendig gewordene Umstellung auf Home-Office (43 %) und die nicht planbare Entwicklung (48 %) an. Bei 40 % der Führungskräfte wirke sich auch das Hin- und Herspringen zwischen Lockdown und Öffnung auf ihren Führungsstil aus. Bei 36 % würden Auswirkungen auf das Privatleben sichtbar werden. Kaum ausschlaggebend für ihr Führungsverhalten empfänden Manager die unsicheren Arbeitszeiten (17 %), die mangelnde Umsetzung der Impfungen (18 %) und die Kurzarbeit ihrer MitarbeiterInnen (24 %). Sorgen wegen eines persönlichen Jobverlustes würden den Führungsstil nur bei 10 % der Führungskräfte beeinflussen.

70 % der heimischen Führungskräfte bereitet der generelle Anstieg der Arbeitslosenrate in Österreich Sorge, 64 % eine mögliche Wirtschaftsrezession. Auch eine eventuelle Schwächung des Standortes auf Grund der aktuellen Schuldenpolitik bereite 55 % der Führungskräfte Sorgen.

86 % der befragten Manager seien bereits seit zehn oder mehr Jahren in leitender Position tätig und in erster und zweiter Führungsebene angesiedelt. Trotz der anhaltenden Ausnahmesituation sei das Stimmungsbild gelassen. Das Gefühl, den Anschluss zu verlieren, belaste kaum (6 %), Orientierungslosigkeit komme bei nur 13 % der Befragten auf, die Motivation schwindet bei nur 16 % und Sicherheits- oder Vertrauensverlust gebe es nur bei 10 %. Einzig der fehlende Austausch mit dem beruflichen Umfeld störe 38 % der Chefs. (TT)


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