Coronakrise führte zu Rückgang der Schmuggelzigaretten

Coronabedingte Grenzschließungen und Reisebeschränkungen haben im vergangenen Jahr zu einem deutlichen Rückgang von Schmuggelzigaretten geführt, was dem Staat mehr Tabaksteuer einspielte. Die Zahl der sichergestellten Schmuggelzigaretten ging von 4,99 Millionen Stück um 42 Prozent auf 2,89 Millionen Stück zurück, gab das Finanzministerium am Montag bekannt. Die Zigarettenaufgriffe des Zolls haben sich auf 995 Fälle halbiert.

Für den Staat bedeuten weniger Schmuggeltschick mehr Einnahmen aus der Tabaksteuer. Das Tabaksteueraufkommen stieg im Jahr 2020 um fünf Prozent auf 1,99 Milliarden Euro - laut Ministerium ein Rekordwert.

Der Absatz legaler Zigaretten erhöhte sich um 4,2 Prozent auf 12,23 Milliarden Stück, der Absatz von legalem Tabakfeinschnitt stieg um 14,9 Prozent auf 776,17 Tonnen. Trafiken blieben im Gegensatz zu anderen Geschäften während aller Lockdowns geöffnet.

Die Österreicher haben zwar mehr in den heimischen Trafiken eingekauft, allerdings gab es Unterschiede zwischen Ost- und Westösterreich. Die Trafiken im Westen mussten vor allem wegen der mangelnden Touristen aus Deutschland und der Schweiz Einbußen hinnehmen. Darüber hinaus gab es eine Verlagerung aus den urbanen zu den ländlichen Trafiken. Während etwa Trafiken in Einkaufszentren und auf Flughäfen starke Rückgänge verzeichneten, erzielten jene in grenznahen Regionen und in Wohngebieten höhere Verkaufszahlen.

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Die heimischen Beamten haben im Vorjahr zwei illegale Zigarettenfabriken ausgehoben und dabei 15,4 Tonnen Rauchtabak beschlagnahmt. Rund 60 Prozent der Schmuggelware seien an der Zoll-Dienststelle Eisenstadt Flughafen Wien sichergestellt worden, so das Finanzministerium in seiner Aussendung. Der Wert der beschlagnahmten Zigaretten verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von 500.000 Euro auf 355.000 Euro.

„Der illegale Zigarettenhandel schadet den ehrlichen Unternehmen und ist durch Steuerhinterziehung ein Betrug an der Republik Österreich“, sagte Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP). Aktuell sei innerhalb der Europäischen Union eine Zunahme illegaler Zigarettenproduktionsstätten festzustellen. Immer mehr illegale Zigarettenfabriken würden „von osteuropäischen Banden betrieben“, so der Finanzminister.


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