Suche nach Zwischenlager: Kein Platz mehr für den Schnee in Lienz

Dienstleister entsorgen in Lienz auch massenhaft Schnee, der zuvor mühsam von den Hausdächern geschafft werden muss.
© Blassnig Christoph

Lienz – Langsam geht der Stadtgemeinde Lienz der Platz aus, wo sich noch Schnee ablagern lässt. „Wir haben bereits vor Weihnachten rasch eine große Fläche auf Stadt- und Landesgrund in der Peggetz zur Zwischenlagerung eingerichtet“, berichtet die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik. Die Ablagerung ist dort, im Unterschied zu anderen Möglichkeiten, kostenlos. Langsam stößt man dort allerdings an die Grenzen, weil sich Schneewälle groß wie Häuserzeilen aneinanderreihen. Allein der ständige Transportverkehr zur Lagerstätte habe eine große Belastung gebracht. „Die Stadt ist permanent auf der Suche nach weiteren Lagermöglichkeiten, von denen es leider nicht mehr viele gibt.“ Das Gelände um die Tennishalle ist von der Corona-Teststraße belegt, in der Pfister und am Wasserrain ist relativ wenig Platz und wieder die Verkehrsbeeinträchtigung ein Thema.

Die gefährliche Dachlawine von der Klosterkirche, die am Samstag teilweise sogar in das Innere einer Wohnung eingedrungen ist, dürfte etliche Hausbesitzer wachgerüttelt haben. Auf vielen Dächern in der Stadt wird derzeit geschaufelt. Die Schneemassen landen auf der Straße und müssen wieder abtransportiert werden. Kaum ein Traktorgespann im Stadtgebiet, das derzeit nicht im Räum­einsatz steht.

Hans Gumpitsch, Obmann von Maschinenring Osttirol, bestätigt die Platznot. „Ich deponiere den Schnee auf meinen Feldern.“ Das ist möglich, solange dadurch nicht der Besitz anderer beeinträchtigt wird. Die Lienzer Bürgermeisterin warnt wegen des einsetzenden Tauwetters vor der Gefahr durch Eis, das sich von den Dächern lösen wird. (bcp)


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